Seit gut zwei Monaten treffe ich mich jeden Dienstag mit zwei Brüdern in Christus in meinem Zuhause. Es war vorher ein Zweiertreffen gewesen in einem Cafe in der Nähe. Ich wurde dann dazu eingeladen und schlug mein Zuhause als Treffpunkt vor, da man dort besser miteinander über z.T. sehr persönliche Dinge reden kann als in einem öffentlichen Lokal. Ben kannte ich schon seit 2009, Adam ist neu für mich und umgekehrt.
Adam leidet an einer lebensgefährlichen Krankheit und ist über sie zum überzeugten Christen geworden.
Er gehört einer charismatischen Gemeinde in der City an und berichtete kürzlich über ihre Entwicklung. Ihre Mitgliedszahl hatte von zunächst ca. 100 Mitgliedern auf nun ca. 400 zugenommen. Dazu sagte er den folgenden Satz:
“God Smiled on us”
Ich sagte ihm spontan, dass ich darüber ein “Wort zum Alltag” auf dem Internetportal unserer Gemeinde schreiben würde. Über den lächelnden Gott musste ich sofort selber lächeln.
Vielleicht, weil ich mir einen lächelnden Gott bisher nicht vorgestellt hatte. Ich kann es jetzt nicht nur, ich wünsche es mir auch. Möglicherweise steckt in diesem lächelnden Gott auch ein Stück Vergebung für all unsere Dummheiten als seine Kinder.
Im Jahr 2012 jährt sich zum 135. Mal die Ankunft der beiden deutschen Pioniermissionare Hermann Kempe und Wilhelm Schwarz in Zentral-Australien. Sie gründeten die Station Hermannsburg nahe dem Finke-Fluss, wo es reichlich und gutes Trinkwasser gab. Hermannsburg liegt 110 km westlich von Alice Springs NT. Mit dem einheimischen Namen wird es „Ntaria“ genannt.
Hermann Kempe stammte aus Sachsen, aus der Umgebung von Dresden. Er war Sohn eines Arbeiters in einer Kohlengrube. Wilhelm Schwarz war ein Schwabe aus Mühlacker in Württemberg und hatte das Bäckerhandwerk erlernt; er war zwei Jahre älter als Kempe; sie durchliefen denselben Kurs im Hermannsburger Missionsseminar bei Celle und wurden gemeinsam für den neuen Missionsversuch im Innern Australiens ausgesucht (nach Dr. Hartwig F. Harms: „Träume und Tränen“, Hermannsburg 2003).
In Kenia setzten sich Hilfswerke für Behinderte in Ostafrikas Hungerkrise ein
Jelica Kalanyu sitzt vor einem Bretterverschlag und scheint in die Luft zu schauen. Ihre Hütte liegt an einem steilen Hang mitten im Wald bei der Kleinstadt Meru, rund fünf Autostunden Fahrt von Kenias Hauptstadt Nairobi. Kalanyus Körper ist ausgemergelt, ihr verblichenes Hemd und der ehemals rote Wickelrock hängen lose an ihr herab. Der zwei Monate alte Säugling an ihrer Brust ist schmutzig, die Nase vom Schnupfen verkrustet. Kalanyu sieht es nicht. Vor zwei Jahren ist die Mutter von sechs Kindern erblindet.
“Behinderte wie Kalanyu gehören zu den Ärmsten der Armen”, sagt Caroline Mukami, in der katholischen Diözese Meru für Behinderte zuständig. Weltweit sind eine Milliarde Menschen behindert, heißt es im jüngsten Bericht der Weltgesundheitsorganisation. Rund 80 Prozent von ihnen leben in Afrika, Asien und Lateinamerika. Infolge von Armut, Krankheiten und Kriegen sind in Entwicklungsländern im Durchschnitt mehr Menschen behindert als in Industrienationen. Hunger und Dürre treffen sie am härtesten.
Den vollständigen Artikel finden Sie auf den Internetseiten der EKD hier.
Während ich dieses erste kurze Grußwort an sie schreibe, sitze ich noch in meinem Arbeitszimmer und schaue in den grauen, nasskalten Dezemberhimmel und auf das mit blinkenden Fenstersternen dekorierte Haus meines Nachbarn in Deutschland. In wenigen Wochen schon wird mein Blick ein ganz anderer sein. Ab Mitte Januar beginnt mein einjähriges Sondervikariat in ihrer Gemeinde in Sydney. Mein Name ist Hanna Wagner. Ich habe gerade mein Vikariat in der Elisabethgemeinde in Langenhagen bei Hannover mit dem Zweiten Theologischen Examen beendet. Während dieser Zeit lagen meine Arbeitsschwerpunkte neben der Gestaltung von Gottesdiensten und Kasualien vor allem im Bereich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Im Laufe meines Theologiestudiums hat es mich nach Bielefeld, Berlin und Pietermaritzburg in Südafrika verschlagen. In Südafrika habe ich nach meinem Ersten Examen auch ein Spezialvikariat in einer Gemeinde in Johannesburg absolviert.
In meiner freien Zeit gehe ich gerne Joggen und Wandern, singe im Chor und genieße es, in geselliger Runde mit meinen Freunden unterwegs zu sein.
Neben der Unterstützung ihrer Pastorin bei Gottesdiensten und anderen gemeindlichen Aufgaben, werde ich u.a. mit daran arbeiten, Jugendliche aus Deutschland, die sich z.B. für ein Jahr work and travel in Australien aufhalten, sowie junge, neu zugezogene Familien für ihre Gemeinde zu gewinnen.
Meine bisherige Zeit in Südafrika hat mich gelehrt, dass man andere Menschen und sich selber in der „Fremde” noch einmal von ganz neuer Seite erlebt. Ich habe diese Erfahrung als sehr bereichernd empfunden. Ich freue mich auf die Herausforderungen, die in ihrer Gemeinde auf mich warten und hoffe, dass sie auch Freude an mir haben werden.