Evangelisch in Sydney

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom

In dem ökumenischen Jahrbuch “Mit der Bibel durch das Jahr”, es bringt Besinnungen zu den täglichen Bibeltexten, fand ich diesen Satz:

“Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom”

Er hat mich auf Dauer nachdenklich gemacht. In diesem Bild ist von Mut die Rede, auch von Kraft, die nötig ist, gegen den Strom zu schwimmen. Die Welt ist wie sie ist, weil das Schwimmen mit dem Strom weder Mut noch Kraft kostet, dabei aber auch nichts verändert im Sinne einer Besserung.
In Briefen  von Theodor Fontane fand ich dazu diese Passage:
“Der Mut, den wir einzig und allein brauchen können, ist das Resultat der Liebe, der Pflicht, des Rechtsgefühls, der Begeisterung und der Ehre. Er ist nicht angeboren, sondern er wird, er wächst.”
Dieser Mut muss in Dietrich Bonhoeffer gewachsen sein, als er sich dem Unrechtsregime im Dritten Reich entgegenstellte. Er nannte es:

“Dem Rad in die Speichen greifen”

und verlor dabei sein Leben. Das riskieren wir nicht, wenn wir in veränderbaren Situationen des Alltags gegen den Strom schwimmen.

eingestellt von Dietrich Rehnert am 14. November 2008
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