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Die Wochen nach dem plötzlichen Tod meiner Frau waren und sind weiter eine schwierige Zeit. Erst jetzt mit dem eigenen Erleben habe ich ein wirkliches Verständnis für Menschen in dieser Situation gewinnen können.
Da hat das eigene Leben seine geliebte Mitte verloren. Jedes Heimkommen ist eines in ein Haus ohne seine bisherige Seele.
An dem Morgen des heutigen Tages (20. Juli 2009) hatte ich einen jener quälenden Tiefpunkte, wenn viele Dinge ihren Sinn verloren haben und man sich bohrende Fragen nach der Zukunft stellt.
Ich schaute mir dann meine Post in Form der E-Mails an. Da begann ein Brief so:
“Lieber Dietrich! Ich danke Gott, dass es Dich gibt!”
Auch der weitere Brief war wie ein Sonnenschein nach grauem Tagesbeginn. Mir ist an diesem einzigen Satz wieder einmal verdeutlicht worden, was wir füreinander sein können, wenn wir es nur wollen. Aus diesem Satz für mich zog ich den Schluss, dass ich noch viel aufmerksamer auf andere Menschen zugehen muss. Ich wusste mich auch erinnert an jenes Gebet chinesischer Christen, das uns überliefert ist:
“Guter Gott, verändere diese Welt und fange heute bei mir selber damit an.”
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eingestellt von Dietrich Rehnert am 24. Juli 2009
in Wort zum Alltag |