Auf den Spuren des Paulus
Heidemarie Wünsch betreute bis Sommer 2009 mit ihrem Mann die evangelisch-ökumenische Andreas-Gemeinde, Malta
“Wir haben schon den ersten Gestrandeten, den wir namentlich kennen, nicht sofort freundlich auf Malta willkommen geheißen.” Der das sagt, ist Leiter des Kulturzentrums St. James in Valletta, der Hauptstadt Maltas, und er meint den Apostel Paulus, der sich – des Aufruhrs bezichtigt, gefangen gesetzt und nun auf dem Weg zu seinem Gerichtsverfahren in Rom – nach einem Schiffbruch im Norden der Insel an Land rettete. Freundlich willkommen? Das sind auch die heutigen Gestrandeten nicht, die Bootsflüchtlinge aus Afrika, deren wachsende Zahl die kleine Inselrepublik nicht allein bewältigen kann. Sie verbringen manchmal Monate in geschlossenen Lagern in Malta, bis festgestellt ist, ob sie aus einem sogenannten Krisengebiet kommen. Wenn nicht, werden sie zurückgeschickt.
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eingestellt von Mathias Burbach am 8. August 2009
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