Luther Angels erkunden den Yengo Nationalpark
Am Dienstag, den 22. September 2009, war es wieder soweit. Die Luther Angels gingen auf Tour in den Yengo Nationalpark. Man traf sich in Hornsby bereits um 7:45 Uhr und startete von dort die Tour Richtung Wisemans Ferry. Gleich hinter Hornsby Heights ging es die Galston Road in Serpentinen hinunter in die Galston Gorge und anschließend wieder hinauf nach nach Galston. Hinter Galston bogen wir ab auf die Old Northern Road und fuhren entlang eines Bergkamms mit wunderschönem Ausblick auf das Maroota Nature Reserve bis wir schließlich in Wisemans Ferry mit der Fähre den Hawkesbury River überquerten.
Schon bald nach Wisemans Ferry ging die Straße in eine Dirt Road (Settlers Road) über, die aber sehr gut in Schuß war und wir fuhren entlang des Macdonald Rivers nach St Albans. Im Settlers Arms Inn gönnten wir uns einen Morning Tea bevor die Reise weiter ging entlang des Flußlaufs auf Dirt Road bis nach Bucketty. Mehrfach versuchten wir schon auf diesem Teil der Tour in Richtung Nordwesten in den Yengo Nationalpark abzubiegen, aber alle Versuche scheiterten daran, daß die im GPS eingezeichneten Straßen mittlerweile Privatwege von Farmen sind.
So mußten wir bis kurz vor Laguna warten, um von der Great Norther Road in die Yango Creek Road abbiegen zu können und endlich die ersehnte lange Strecke an Dirt Road unter unsere Reifen zu bekommen. Zunächst galt unser Interesse einer kleinen Siedlung, die sich Boree nennt. Um dorthin zu kommen verließen wir die Yango Creek Road und bogen ab auf den Boree Track. Jetzt wurden die “Straßen”verhältnisse zusehens rauer und die Fahrer schwitzten nicht nur wegen der Sonne und den Temperaturen von 28°C. In Boree angekommen hatten wir eine kurze Pause mit Snack und entschieden uns für die Aufnahme von einigen Spaß-Bildern bei der Durchfahrt eines seichten Bachlaufs.
Der Fachbeauftragen Off-Road-Riding der Luther Angels, Tilmann Rust, hatte in seiner Planung der Tagesreise aber verschwiegen, das der härteste Teil der Tour aber noch bevorstand. Wir sollten schließlich auch noch bei der Burragurra Aboriginal Site “vorbeisehen”, die nur wenige Kilometer entfernt sei. Nun – aus den wenigen Kilometern wurde mehr und mehr Strecke, deren Zustand sich immer weiter verschlechterte. Viel steinige & steile Strecken wechselten sich ab mit teilweise sandigem Untergrund. Ein echte Herausforderung nicht nur für den Anfänger im Off-Road-Fahren sondern auch für die erfahrenen Fahrer in der Gruppe. Dafür wurden wir belohnt mit einem sagenhaften Ausblick auf den Yengo Nationalpark, als wir die Felsformation der Burragurra Aboriginal Site erklettert hatten. Soweit das Auge reichte nur geschwungene Hügel mit Eukalyptuswald und keine menschliche Ansiedlung weit und breit.
Danach ging es über die gleiche anspruchsvolle Strecke zurück auf den Yango Track zum Finchley Track Lookout, mit spektakulärem 360° Sicht der umliegenden Wildnis. Auf Informationstafeln wurden die Leistungen der ersten europäischen Erkunder gewürdigt leider ohne hinreichende Erwähnung der Aboriginals. Danach ging die Fahrt weiter entlang des Yango Tracks über Big Yengo nach Howes Valley. Für diese 34 km brauchten wir annähernd eineinhalb Stunden, was den Schwierigkeitsgrad des Terrains nur unzureichend beschreibt.
In Howes Valley angekommen war es bereits 16:45 Uhr und Zeit für die Heimreise über die Putty Road nach Windsor. Schon hinter Colo Heights waren die entfernten Gewitter zu sehen und kurz vor Windsor fing es an zu Regnen. Wir hatten einen kurzen Tankstop, schlüpften in unsere Regenkombis und fuhren in teilweise heftigem Regen weiter nach Chester Hill, wo wir im Pfarrhaus ein leckeres Abendessen hatten. So gegen 21 Uhr ging es dann auf das letzte Teilstück entlang des Motorway 5 unter dem Flughafen hindurch. Es regnete noch immer und heftige Windböen machten uns nun zu schaffen. Um 21:45 Uhr waren wir dann alle wieder wohlbehalten zu Hause angekommen.
Eine wunderschöne Motorradtour mit anspruchsvollen Dirt Road Teilabschnitten, atemberaubenden Aussichten und Natur pur, so wie sie Gott für uns geschaffen hat, war schon so etwas wie eine würdige Abschiedstour der Luther Angels für unseren scheidenden Pastor Dirk Wnendt.
Hier noch die Karte unserer Tour von Google Maps: