Evangelisch in Sydney

Margot Käßmann an der Spitze der deutschen Protestanten

Margot Käßmann freut sich nach ihrer Wahl zur EKD-Ratsvorsitzenden. Foto: epd, Norbert Neetz

EKD – Erstmals steht eine Frau an der Spitze der knapp 25 Millionen deutschen Protestanten: Landesbischöfin Margot Käßmann (51) aus Hannover wurde am Mittwoch in Ulm erwartungsgemäß zur EKD-Ratsvorsitzenden gewählt.

Von Bernd Buchner

Die Theologin erhielt bei der Wahl in der Synode 132 von 142 abgegebenen Stimmen. Zu den ersten Gratulanten zählte der bisherige Ratschef Bischof Wolfgang Huber (67), der in den Ruhestand geht. Im Kirchenparlament gab es langen und herzlichen Applaus für Käßmann, die für den Vertrauensbeweis dankte. Zu ihrem Stellvertreter wurde der rheinische Präses Nikolaus Schneider (62) bestimmt. Am Dienstag hatte es bei der Wahl zum 15-köpfigen EKD-Rat eine Hängepartie gegeben. Ein Platz in dem kirchenleitenden Gremium bleibt vorläufig unbesetzt.

Margot Käßmann wurde am 3. Juni 1958 in Marburg an der Lahn geboren. Nach dem Theologiestudium folgte 1985 die Ordination zur Pfarrerin. Vier Jahre später wurde sie von Konrad Raiser in Bochum mit einer Arbeit über “Armut und Reichtum als Anfrage an die Einheit der Kirche“ promoviert. 1994 bis 1999 war Käßmann Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages, ehe sie zur Bischöfin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers gewählt wurde. Die Mutter von vier Töchtern ist seit einigen Jahren geschieden.

Den vollständigen Artikel von Bernd Buchner finden Sie auf den Internetseiten von evangelisch.de hier.

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