Mit Musik und Tanz in die Weihnachtszeit
Sydney – Sonne, Stollen, Santa Clause – die deutsche evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Chester Hill veranstaltete am Samstag vor dem ersten Adventssonntag einen Weihnachtsbasar.
„Es ist erfreulich, dass so viele zu uns gefunden haben.“, begrüßte Präsident Paul Keller. Er wies auch auf die kulinarischen Köstlichkeiten hin, die zum Verkauf angeboten wurden. Tatsächlich konnten die Besucher ganz in die deutsche Vorweihnachtszeiteintauchen: Nürnberger Lebkuchen, Stollen, Schokolade und Nugat sowie ein Kuchenbuffet versüßten den Besuchern ihren Aufenthalt.
Besonderer Beliebtheit erfreute sich das deutsche Brot, doch auch Salate und Würstchen waren sehr begehrt.
Wer sich das weihnachtliche Ambiente ins heimische Wohnzimmer holen wollte, sah sich bei den Dekorationsständen des Weihnachtsbasares um – ob eine kleine Krippe, Kerzen oder Anhänger für den Christbaum, die Auswahl war vielfältig. Ebenso konnten die Gäste etwaige fehlende Geschenke erwerben, denn auch gebrauchte Bücher und Magazine boten die Aussteller an. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von einem Keyboard-Spieler, der trotz sommerlichen Temperaturen im Weihnachtsmann-Outfit stimmungsvolle Lieder wie „Last Christmas“ zum Besten gab. Bei einer großen Tombola hatte jeder die Möglichkeit, Gutscheine im Wert von 500 Dollars für den Löwenbräukeller, das Bavarian Beer Cafe und und KEA Campers zu gewinnen.
Besonders freuten sich die Veranstalter, dass Besucher des Behindertenwohnheims „L’Arche Sydney“ zu Gast waren, denen die Kirchengemeinde vor kurzem Navigationsgeräte gesponsert hatte.
Der Höhepunkt des Basars war ohne Frage der Weihnachtsmann, der mit einem großen Sack und einem wallenden weißen Bart Süßigkeiten an die Kinder verteilte.
Als alle Leckereien Abnehmer gefunden hatten, wartete noch eine besondere Überraschung auf Jung und Alt: Die Kinder und Jugendlichen der Volkstanzgruppe des Hubertus-Clubs präsentierten ihre Vorführung zu traditioneller bayrischer Volksmusik. Die Jungen in strammen Lederhosen zeigten den Schuhplattler und wirbelten die Mädchen umher, die in ihrer Tracht bayrisches Flair aufkommen ließen.
So konnte man sich tatsächlich kurze Zeit in die Alpen versetzt fühlen – bis einen die strahlende Sonne wieder in den australischen Sommer zurückholte. Die große Hitze hat vielleicht auch Santa Clause dazu bewogen, seine Rentiere nach Erfüllung seiner angenehmen Pflicht schnell vor den Schlitten zu spannen und sich auf den Weg zurück zum Nordpol zu machen.
Mit freundlicher Genehmigung der Redaktion von Die Woche.
