Integriert in die Ökumene
Joachim Diestelkamp und seine Frau Corinna arbeiten als Pfarrer in Dublin
“Rückt einmal ein Stück zusammen, da steht noch eine ganze Schlange Kinder draußen vor der Tür!” Elvira leitet heute den Kindergottesdienst. Schon vorher hatten wir in unserer gemütlichen St.-Finian’s-Kirche Klappstühle herbeischaffen müssen – jetzt drängeln sich die Kinder in unsere Gemeinderäume. Wir brauchen fast zehn Minuten, um uns hineinzuschachteln ins “Lutherhaus”, schließlich zählen wir 44 Kinder plus etliche Mütter und Väter in den beiden je 25 Quadratmeter großen Räumen. “Gut, dass wir heute nicht basteln wollen”, lacht Elvira, “das wäre unmöglich bei der Enge.” Wir freuen uns an den vielen jungen Menschen und sind zugleich an unserer Kapazitätsgrenze.
Als vor etwa 20 Jahren das alte viktorianische Haus neben der St.-Finian’s-Kirche zur Pfarrwohnung mit integriertem “Gemeindehaus” umgebaut wurde, konnte sich niemand in der Gemeinde solch einen Ansturm junger Familien und junger Erwachsener vorstellen. Anfang der 90er Jahre war der berüchtigte keltische Tiger noch ein kleines Kätzchen, der irische Wirtschaftsboom steckte noch in den Kinderschuhen.
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