Stadt der Kontraste
Anke Fasse teilt sich mit ihrem Mann Christoph die Pfarrstelle an der Christuskirche in Lima, Peru
Was für ein Tag. Über zweieinhalb Stunden dauerte die Rückfahrt vom Gefängnis zur Kirche. Ich war in einem Kleinbus unterwegs, “Mikro” nennt man die hier, durch den lauten, stinkenden und äußerst zähflüssigen Verkehr in Lima. Ich saß eingequetscht zwischen 25 oder mehr Menschen, zwei Hühnern und einer Kiste voller Meerschweinchen, die es wohl bald irgendwo zum Mittagessen geben würde. In Deutschland wären in solch einem Gefährt höchstens neun Personen zugelassen, angeschnallt und mit verschlossenen Türen. Hier sind die Busse oft so alt und überfüllt, dass die Türen selbst bei wilden Fahrten offen bleiben. Sicherheitsgurte habe ich hier noch nie gesehen. Dafür immer neue Straßenverkäufer, die ihr Angebot von Süßigkeiten, schwarz gebrannten CDs und Videos, Zeitschriften und Geschirrhandtüchern in den Bus hineinstrecken, wann immer wir im Stau stehen. Auch bettelnde Menschen klopfen dann an die Scheiben.
Den vollständigen Artikel finden Sie auf den Internetseiten der EKD – Auslandsgemeinden hier.
