Evangelisch in Sydney

Bericht von der Chor-Party

Was tut eine vernünftige Hausfrau, wenn ihr der Besuch von mehr als zwanzig  Leuten ins Haus steht? Sie flüchtet! Das tat auch Amy – obwohl erst acht Chormitglieder vor der Haustür standen – aber sie hatte eine sehr gute Entschuldigung, wurden doch ihre Dienste als Organistin und Carillionistin dringend gebraucht.

Es war Samstag, der erste Mai und aus allen Himmelsrichtungen trudelten sie ein, die Soprane, die Alten (Altos, Alti?), die Tenöre und die Bässe mit und ohne Anhang. Robert Ampt, unser Organist und Amy Johansen, die Dame mit den vielen Jobs, und beider Ableger, Emily, hatten zur Chorparty eingeladen. Die Fahrt in die Blue Mountains versprach nichts Gutes – es nieselte und die Wolken hingen an den Bergen. Aber das sollte kein Problem sein – das Haus der Familie ist groß, das Wohnzimmer ist so weitläufig, dass ein Konzertflügel und eine Orgel (!) und der Chor mit Stühlen locker hineinpassten. Ich war sprachlos – und diejenigen, die mich kennen, wissen, daß so etwas nicht oft passiert.

Wir verteilten uns und unsere mitgebrachten Fressalien und Flaschen auf Küche, Veranda und Wohnzimmer und schwatzten mit denen, die wir kannten und lernten neue Menschen kennen. Bald erschall „The Master’s Voice“ – we had to sing for our supper. Die Stimmbänder wurden mit “Happy Birthdays” vorgewärmt, dann wurden die “richtigen” Kirchenlieder geübt und dann musste Robert ganz schnell einen Chauffeur finden, der ihn und Emily zum Ballettunterricht fuhr – Robert kam wieder zurück, vielleicht war er fürs Ballett schon zu groß. Während seiner Abwesenheit wurde beschlossen, das Büfett zu eröffnen (und die Flaschen) und schnell sassen überall Grüppchen drinnen und draußen – es hatte sich aufgeklärt, die Sonne schien – und genossen Speis’ und Trank.

Nach einer Runde durch den verwunschenen Garten und den Aufstieg zur Aussichtsplattform ging es zurück ins Haus zur zweiten Runde. Die inzwischen gut geölten Stimmbänder und die gehobene Laune liessen es am nötigen Ernst mangeln und so wurde das C-a-f-f-e-e Lied ein voller Erfolg – an den anderen Stücken werden wir noch arbeiten müssen.

Ein dreifaches „Hoch soll’n sie leben“ und ein ganz herzliches Dankeschön an Amy, Emily und Robert.

Es gibt zur Zeit mehrere Antworten in “Bericht von der Chor-Party”

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  1. 1 Am 5. Mai 2010 schrieb Uta Außerwinkler:

    Hallo, ihr lieben Sängerinnen und Sänger, ich konnte mir an Hand der Fotos und des anschaulichen Berichts sehr gut vorstellen, wie schön es bei Robert und Amy war – ich hör’ euch geradezu singen! Viele liebe Grüße aus dem zwar frühlingshaft blühenden, aber furchtbar kalten Löhne – Uta

  2. 2 Am 7. Mai 2010 schrieb Tilmann Rust:

    Das klingt ja schön, ich freue mich daß ihr euch in so froher Runde treffen konntet!

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