Evangelisch in Sydney

Multikulturelle Klinik-Seelsorge – wie geht das?

Von Gabriela Reff

Tagungsbericht -  Was ist zu tun, wenn ein muslimischer Patient ein Medikament verweigert, das Alkohol enthält? Wie kann eine Sterbebegleitung für einen unheilbar an Krebs erkrankten Muslimen aussehen? Wie lässt sich die Tradition ost- und südeuropäischer Kulturen, Trauer durch lautes Klagen und Weinen auszudrücken, in die deutschen Krankenhäuser integrieren? Mit diesen Fragen befasste sich am vergangenen Wochenende in Bad Homburg die Tagung “Religiöser Pluralismus in der Klinikseelsorge”.

“Die Realität hat sich von den vorhandenen Strukturen gelöst”, stellte der Frankfurter Pfarrer für Altenheim-, Krankenhaus- und Hospizseelsorge, Winfried Hess, fest. Beeindruckt hat den Seelsorgeausbilder bei seinem zweijährigen Aufenthalt in den USA die dortige Zusammenarbeit von Muslimen, Juden und Christen, die er sich auch in Deutschland wünscht. In seinen eigenen Seelsorgekursen, an denen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen teilnehmen, lege er deshalb großen Wert auf kulturelle und religiöse Aspekte. “Ich möchte den leidenden Menschen nahe sein und sie aus ihrer Tradition heraus begleiten”, beschreibt Hess sein Ziel.

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eingestellt von Mathias Burbach am 23. Juni 2010
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