Von der Demut
Jeder Newsletter der EKD hat ein “Wort zum Tag”. In dieser Woche das folgende von Christian Morgenstern (1871 – 1914):
“Der Welt Schlüssel heißt Demut. Ohne ihn ist alles Klopfen, Horchen und Spähen umsonst”.
Es ist sicher ein guter Anlaß, über die Demut nachzudenken. Friedrich Nietzsches Einschätzung der Demut als Sklavengesinnung ist so grotesk, das man sie rasch ad acta legen kann. Nach Thomas von Aquin ist sie die Tugend, die den Menschen vor der Selbstüberschätzung bewahrt. Luther wollte nicht herausstellen, was der Mensch leistet, sondern, was Gottes Gnade in ihm und durch ihn bewirkt.
Diese Demut ist es, die uns kräftigt, stärkt und befähigt, über uns selbst hinaus nicht nur zu denken und zu reden, sondern auch zu handeln. So help us God.
