Evangelisch in Sydney

Heroismus

Ein Wort, ein Satz, irgendwann, irgendwo, können uns zu neuem Nachdenken bewegen. Mir ging es so in einer Sendung von Radio National. Da fiel der folgende Satz:

“We have a big tradition of heroism in Australia”

Heldentum als Tradition? stellte sich mir als erste Frage. Kann das, soll das ein Element nationaler Identität sein oder werden? Dann kam eine Assoziation zu jenem Satz aus dem Dritten Reich mit dem eine gewollte Weichenstellung auch zum Heroismus geschehen sollte. Er lautete damals:

“Du bist nichts, dein Volk ist alles”

Der völkischen Ideologie in der spezifischen Gestalt  der Rassenideologie des Ariertums sollte der Weg bereitet werden. Er führte in furchtbare Verbrechen. Heroismus als eine gewollte und stolze nationale Identität stößt deshalb bei mir auf grosse Skepsis. Damit soll kein individueller Akt heroischen Verhaltens abgewertet werden. Vielleicht helfen mir ja Leser des “Wort zum Alltag” bei diesem schwierigen Thema weiter.

Es gibt zur Zeit mehrere Antworten in “Heroismus”

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  1. 1 Am 26. Juli 2010 schrieb Isabell St Leon:

    Kann das Problem darin liegen, dass der Ausdruck Held heutzutage viel zu oft benutzt wird – dass Sportler, populäre Musiker, Stars und andere, die kurzlebigen Ruhm erreichen gleich Helden genannt werden? Dass deswegen der obige Satz fiel? Die Definition “ein edler Krieger, geliebt von den Göttern und verehrt von den Massen” ist wohl nicht mehr passend im 21. Jahrhundert. Eine neue Definition?

  2. 2 Am 26. Juli 2010 schrieb Mathias Burbach:

    Eine Definition bietet Wikipedia:

    Ein Held ist eine Person mit besonders herausragenden Fähigkeiten oder Eigenschaften, die sie zu besonders hervorragenden Leistungen, sog. Heldentaten, treibt.

    (siehe auch hier)
    Wenn man Heldinnen und Helden so versteht, dann sind für mich auch alle Surf Live Saving Volunteers Helden und der Heriosmus bekommt ein freundliches & menschliches Gesicht.

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