Evangelisch in Sydney

Luther Angels in den Snowy Mountains

Am Dienstag, den 2. November 2010, startete unsere Tour in die Snowy Mountains trotz anhaltenden Regens. Am Abend zuvor bei starken Unwettern über Sydney erwägten einige Luther Angels doch das Auto zu benutzen, aber die Wettervorhersage war recht optimistisch für den Rest der Tour. So fuhren wir (Mathias, Tilmann, Aubrey und ein Freund aus Melbourne, Solomon) alle in Regenanzügen los, aber schon nach dem Lane Cove Tunnel war hörte es auf zu regnen. Naja, wenn “Engel” reisen.  ;-)

In Bilpin gab’s den obligatorischen Morgenkaffee bevor es auf der wunderschönen Old Bells Line of Road weiterging nach Lithgow. Dort fand die erste (kleine) Reparatur statt- eine Schraube hatte sich bei der BMW gelockert. Wir fuhren weiter nach Bathurst und es war teilweise recht frisch auf der Fahrt (10 Grad). Dann ging es nach Süden und wir hielten in Neville an.

Es gab dort ein herrliches Mittagessen in einer netten kleinen Pub, wo wir auch in ein Melbourne Cup Sweepstakes eingezogen wurden. Mathias zog den späteren Sieger Americaine. Der Erlös wurde auf unsere Anweisung hin der Heilsarmee gespendet.

Schließlich kamen wir nach Cowra, dann Gundagai, und nach einem wunderbaren Sonnenuntergang waren wir dann in Tumut.

Dort übernachteten wir und hatten ein deftiges australisches Dinner in einem Pub.

Am 3. November 2010 ging es dann weiter am Tumut Dam entlang und dann ging es auf steiler kurviger Paßstraße hoch auf das Plateau bei Kiandra. Dort war es richtig frisch mit 6 Grad aber die Straße (Snowy Mountain Highway) war einfach wunderbar. In Adaminaby hatten wir ein gutes Frühstück mit Kaffee. Es ging über kleine Landstraßen nach Jindabyne, wo Reparatur Nr 2 stattfand. Diesmal war der Ganghebel der Honda Dominator dran. Dann ging es auf der phantastischen Alpine Way an Thredbo vorbei und um den Kosciosco herum auf vielen Kurven nach Khancoban. Als Gott diesen Teil der Erde schuf muß er seinen Motorradhelm getragen haben.

In Khancoban angekommen hatten wir uns ein ordentliches Mittagessen verdient. Nach der kurzen Rast ging’s nach Victoria über den Murray River. Die Fahrt an dem Fluß entlang war nicht nur wegen den vielen Kurven sondern auch wegen der ungewöhnlichen Aussicht auf einen überfluteten Fluß und vielen grünen Weide und Sumpfflächen unvergeßlich, und das abgewechselt mit der markant lila Patterson’s Curse Blüte.

Über kleine Landstraßen ging es schon gegen Abend nach Bright, wo wir uns einquartierten für die Nacht. Das Abendbrot gab’s in einer Pub vor dem sich draußen die ersten ‘Hot Rods’ versammelten. Wir hatten Bright zufällig 2 Tage vor dem großen V8 Hot Rod Wochenende erreicht, für welches 40 000 Teilnehmer erwartet werden.

Der dritte Tag unserer Tour war geplant als der Höhepunkt, und es kam noch besser als erwartet! Zuerst ging es über einen kurvenreichen steilen Paß zum Tawonga viewpoint mit tollem Blick auf das Kiewa River Tal. Dann ging die Straße (Bogong High Plains Road) von 400m auf 1750m Höhe zum Falls Creek Skigebiet.

Es war einfach phantastisch kurvenreich mit tollen Ausblickspunkten auf die Victorian Alps wenn man nicht grade durch den Wald fuhr. Ganz oben fuhren wir in die Wolken am Rocky High Creek Storage Stausee entlang auf der Bogong High Creek Road. Dort war es auch am kältesten bei nur 1° Celsius und es fiel noch Eisschnee von den Bäumen.

Dann ging es dramatisch abwährts nach Anglers Rest und auf steilen Flußtalstraßen nach Omeo. Dort gab es ein wohlverdientes Mittagessen und dann auf extrem supertollen Kurvenstraßen zum Mount Hotham Skigebiet bis 1850m hoch. Die Wolken hatten sich nachmittags verzogen und so wurden wir mit einem majestätisch schönen 360 Grad Rundblick über die Victorian Alps mit verschiedenen schneebedeckten Gipfeln belohnt.

Es war schwer sich von dort zu verabschieden aber die nächste Kurvenfahrt brachte uns mit sehr viel Freude wieder ins Tal und zurück nach Bright.

Ein vornehmes italienisches Dinner besiegelte den Tag.

Am 5. November 2010 ging es wieder heimwärts am Tawonga Viewpoint entlang und durch das bildschöne Kiewa River Tal Richtung Sydney, mit malerischer Aussicht auf die schneebedeckten Gipfel des Kosciosco Nationalparks. Wir hatten einen Kaffee in Corryong.

Als wir wieder den Murray River überquerten ging es dann Richtung Kiandra wieder durch die Snowy Mountains. Diesmal allerdings war Solomon’s Ducati dran Probleme zu geben als der Windschutz abfiel. Ein freundlicher Polizist half ihm dann die Sache behelfsmäßig mit Kabelbindern zu reparieren. Es ging über viele Kurven mehrere Male auf 1550m hoch, wobei wir auch eine tolle Aussicht nach Norden bekamen. An den Mt Selwyn Skifields entlang ging’s wider nach Kiandra und dann weiter nach Cooma. Es war schon sehr auffällig wie viele Motorräder auf der Straße waren: Es fand eine Motorrad-Rallye für Wohltätigkeitszwecke in Jindabyne statt. Das ganze Städtchen Cooma hatte sich auf den Ansturm der Biker generalstabsmäßig vorbereitet und Transparente aufgehängt, um die Motoradfahrer willkommen zu heißen.

Es ging weiter nach Bega über eine tolle Straße erst über die Hochebene bei Bombala und dann den Paß runter nach Bega. Wir kamen endlich bei Tathra an das Meer und mußten schon in der Dämmerung Richtung Norden dann nach Bermagui fahren oder besser gesagt schleichen, da viele Kängeruhs am Straßenrand ihr “Dinner” einnahmen. Ein herrliches Seafood Dinner bei malerischer Dämmerung über dem Yachthafen beschloß den Tag.

Der 6. November 2010 begann mit dem Abschied von Solomon, der wieder Richtung Melbourne fahren mußte. Der Himmel weinte auch dabei und diese Tränen begleiteten uns mal mehr, mal weniger bis zurück nach Sydney. Kurz vor Bateman’s Bay fragten wir uns ob es etwas trockener sei im Inland zu reisen. Weil wir genug vom Pacific Highway Verkehr hatten dachten wir der Weg über die Kings Highway via Braidwood sei attraktiver. Dies stimmte auch wie sich herausstellte und wir machten eine verdiente Pause in Braidwood. Dann fuhren wir weiter nach Goulburn und nach einem Nachmittagskaffe in Mittagong ging es zurück nach Hause.

Wir danken unserem Schöpfer das wir wohlbehalten nach 2400km wieder zu Hause ankamen.

Hier noch die Google Maps von unserer Tour:


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Es gibt zur Zeit 1 Antwort in “Luther Angels in den Snowy Mountains”

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  1. 1 Am 19. November 2010 schrieb juergen schmeja:

    Hallo Tillmann,
    Da habt Ihr ja wohl eine gute Tour gemacht. Das ist eine der bestne Strecken fuer bikers in Autalien. Ihr seid auch durch Dinner Plain (Mount Hotham) fgefahren, wo ich eine Ski0Huetter habe. Wir haben uns schon mal getroffen auf meiner Farm in Melbourne.
    Ich bin Andrea’s Onkel. Scheu Dir mal meine website an. Ich mache landscape photos mit meiner Hasselblad EXPAN 35 mm fild camera.
    Gruss,
    Juergen

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