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	<title>Evangelisch in Sydney &#187; Isabell St Leon</title>
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	<description>Deutsche Evangelisch-Lutherische Kirche Sydney</description>
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		<title>Singe, wem Gesang gegeben &#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 13:03:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabell St Leon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chor]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; und wer’s nicht kann, der singt daneben!

“Habt ihr Lust, mit dem Cäcilien Chor in Tanunda beim Sängerfest mitzusingen?” fragte Herman Simon uns vor etlichen Monaten. Tanunda – Barossa Tal – Weingüter – das war für mich der springende Punkt – für Hermann, Christa, Ilse, Ingeborg und Walburg mögen die Überlegungen etwas anders ausgesehen haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8230; und wer’s nicht kann, der singt daneben!</em></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2011/10/Tanunda-Singfest.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6751" title="Tanunda Singfest" src="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2011/10/Tanunda-Singfest.jpg" alt="" width="570" height="299" /></a></p>
<p>“Habt ihr Lust, mit dem Cäcilien Chor in Tanunda beim Sängerfest mitzusingen?” fragte Herman Simon uns vor etlichen Monaten. Tanunda – Barossa Tal – Weingüter – das war für mich der springende Punkt – für Hermann, Christa, Ilse, Ingeborg und Walburg mögen die Überlegungen etwas anders ausgesehen haben – die können nämlich singen! Nach Wochen mit Proben und Anproben (der Cäcilienuniform!) reisten wir am Freitag, den 30. Sptember in Adelaide an. Der Minibusfahrer machte aus der Fahrt eine kleine Sightseeing Tour – und wies in jedem Dorf auf die – meist deutsche – Bäckerei!<br />
<span id="more-6750"></span>Am Samstag wurde es dann Ernst – nach dem Soundcheck, den Showbags, einer letzten Unterweisung hinsichtlich des Auf- und Abtretens von der Bühne und einem Imbiss (für sehr geduldige Schlangensteher!) fing das Konzert um 12.30 Uhr an. Nach offizieller Begrüssung und launiger Vorstellung der einzelnen Chöre, die von Perth bis Brisbane kamen, lief das Programm ab. Volkslieder, Lieder auch aus der klassischen Sparte und sogar der eine oder andere amerikanische Hit machten den Nachmittag zu einem Ohrenschmaus. Unser Chor machte das Schlusslicht mit “An Giulietta” (Beethoven/Kemmerer) – einem Lied, das unter die Haut ging.<br />
Um 19.30 Uhr war dann das grosse Abendessen – in der Tanunda Show Hall – und wer hochhackige Schuhe angehabt hat, wird sich noch lange an den Bodenbelag erinnern – feinen Kies. Aber zum Glück gab es eine Parketttanzfläche für alle, die das Tanzbein schwingen wollten – und deren gab es viele! Die Lose wurden gezogen und zwei Gewinne gingen nach NSW!<br />
Bei unseren Erkundungsspaziergängen durch Tanunda hatten wir natürlich auch eine lutherische Kirche – St Paul -  direkt an der Hauptstrasse entdeckt – nur sollte der Gottesdienst schon um 8.45 Uhr anfangen. Kein Problem – wir waren dabei. Die Kirche war gut besucht, Liturgie und Predigt auf Englisch und hinterher bei einer Tasse Tee oder Kaffee und Keksen wurde wir herzlich begrüsst und  ausgefragt.<br />
Um 14.30 Uhr fand dann das zweite Konzert statt, das von den versammelten Chören mit den Nationalhymnen und zum Abschluss mit “So ein Tag” und “Heimat”umrahmt wurde.<br />
Zum Abendessen verabredeten sich verschiedene Gruppen für verschiedene Restaurants – wir landeten im Tanunda Pub am grossen Tisch und unterhielten die anderen Gäste mit mehrstimmigen Trinkliedern (ob zu deren Ergötzen oder nicht, weiss ich nicht).<br />
Montag war beim Brunch der offizielle Abschied und es gab ein paar Sondereinlagen der Tanunda Liedertafel zur allgemeinen Belustigung. Unser Minibus kam und nach einer schnellen Tour durch die Umgebung, einem Kurzbesuch auf Maggie Beer’s Pheasant Farm und einem Weingut brachte er uns zurück zum Flughafen.<br />
Fazit: Ein gelungenes Wochenende, neue Freundschaften geschlossen, viel Spass gehabt, viel gesehen. Ein grosses Dankeschön and Jimmy und Eckhardt (Klavier und Dirigent), Hanni und Walburg für Planung und Reservierungen und alle Liedertafeler für die Organisation des Sängerfestes.</p>
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		<title>&#8220;Nur eenen wenzigen Schlock &#8230;&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 14:03:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabell St Leon</dc:creator>
				<category><![CDATA[UFuffies]]></category>

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… oder drei gab’s am Sonntag, den 31. Juli 2011 beim sechsundzwanzigsten UFuffies Treff in der Martin-Luther-Stube. Wir zelebrierten “Die Feuerzangenbowle” hoch zwei – als Augen- wie auch Gaumenschmaus. Mitgebrachte Leckereien waren schnell auf den Tisch gebracht (als Grundlage für das Flüssige sehr wichtig!), Kerzen brachten etwas Romantik in die Stube – nachdem die Oberlichter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2011/08/Feuerzangenbowle-Zuckerhut-in-Flammen.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6339" title="Feuerzangenbowle - Zuckerhut in Flammen" src="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2011/08/Feuerzangenbowle-Zuckerhut-in-Flammen.jpg" alt="" width="389" height="292" /></a></p>
<p>… oder drei gab’s am Sonntag, den 31. Juli 2011 beim sechsundzwanzigsten UFuffies Treff in der Martin-Luther-Stube. Wir zelebrierten “Die Feuerzangenbowle” hoch zwei – als Augen- wie auch Gaumenschmaus. Mitgebrachte Leckereien waren schnell auf den Tisch gebracht (als Grundlage für das Flüssige sehr wichtig!), Kerzen brachten etwas Romantik in die Stube – nachdem die Oberlichter reduziert worden waren und in der Küche erhitzte sich der Wein mit duftenden Gewürzen.<br />
<span id="more-6338"></span>Zwei Lieder mit Gitarrenbegleitung starteten den offiziellen Teil des Abends.  Danach kam der Oberfeuerwerker Mathias Burbach zum Zuge: er entzündete den rumgetränkten Zuckerhut zur allgemeinen Begeisterung.  Dann lief der Film – für manche zum ersten Mal, für andere zum x-ten Mal – aber selbst in diesem Fall hat die Geschichte noch ihren Charme und ihre Komik, die den Zuschauer verzaubern.<br />
“Herr Kollege, Sie haben meine Oberprima vergiftet, meine schöne Oberprima!” empörte sich Direktor Knauer, nachdem Chemielehrer Prof. Crey den Heidelbeerwein hatte testen lassen – mit der obigen Warnung!)  Dieser Satz traf nicht auf uns zu (vielleicht, weil wir alle schon ein ganzes Stück weit von der O I entfernt waren), als die Oberlichter wieder angeschaltet wurden. Mit vereinten Kräften wurde wieder “Klar Schiff” gemacht, bevor man sich verabschiedete und mit einem Schmunzeln im Gesicht und Heiterkeit in der Seele auf den Heimweg machte.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2011/08/Feuerzangenbowle-Zuschauer-des-Films-A.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6340" title="Feuerzangenbowle - Zuschauer des Films" src="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2011/08/Feuerzangenbowle-Zuschauer-des-Films-A.jpg" alt="" width="477" height="260" /></a></p>
<p>Fazit: der Abend war gut besucht, bestens organisiert (Dank an alle, besonders MB) und man war sich einig, dass bald wieder etwas Ähnliches stattfinden sollte.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2011/08/Feuerzangenbowle-Zuschauer-des-Films-B.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-6341" title="Feuerzangenbowle - Zuschauer des Films" src="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2011/08/Feuerzangenbowle-Zuschauer-des-Films-B.jpg" alt="" width="451" height="217" /></a></p>
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		<title>Vom &#8220;Goldenen Känguruh&#8221; auf den &#8220;Grauen Hund&#8221; gekommen.</title>
		<link>http://www.kirche-sydney.org.au/2011/03/01/vom-goldenen-kanguruh-auf-den-grauen-hund-gekommen/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 02:51:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabell St Leon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturkreis]]></category>

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		<description><![CDATA[
Am Mittwoch, den 23. Februar 2011 traf sich der Kulturkreis in Croydon, um mit Dietrich Rehnert weiter zu reisen. Für die neuen Zuhörer fasste Dietrich kurz seine früheren Zugreisen zusammen, die ihn quer durch die Kontinente brachten, zu einer Sendungsfolge beim SBS führten und diese wiederum zu dem Auftrag von SBS, eine Reise durch Australien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2009/10/ip_at_broken_hill.jpg"><img class="size-full wp-image-2376 aligncenter" title="Indian Pacific at Broken Hill" src="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2009/10/ip_at_broken_hill.jpg" alt="" width="746" height="112" /></a></p>
<p>Am Mittwoch, den 23. Februar 2011 traf sich der Kulturkreis in Croydon, um mit Dietrich Rehnert weiter zu reisen. Für die neuen Zuhörer fasste Dietrich kurz seine früheren Zugreisen zusammen, die ihn quer durch die Kontinente brachten, zu einer Sendungsfolge beim SBS führten und diese wiederum zu dem Auftrag von SBS, eine Reise durch Australien zu unternehmen und darüber zu berichten.<br />
Bis Darwin war die Reise mit dem „Goldenen Känguruh“ unternommen worden – ab jetzt sollte es mit dem „Greyhound“ Bus weitergehen – die Strecke Darwin – Perth beträgt 4250 km! Die erste Station war Katherine und eine Bootstour durch die Katherine Gorge war de rigueur – man musste die Felszeichnungen der Aborigines gesehen haben. Als „der deutsche Journalist“ hatte Dietrich fast überall leichten Zugang zu Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und hier besuchte er die Bürgermeisterin der Stadt und unterhielt sich mit ihr über die Situation der Aborigines in der Stadt, deren Lebenserwartung 17 Jahre unter dem Durchschnitt der Bevölkerung liegt, die ein Drittel der Einwohner der Stadt ausmachen und denen die staatlichen Wohlfahrtsprogramme nicht wirklich eine Hilfe sind. Eine Kunstausstellung nur für dort ansässige Künstler ist ein Schritt zur Selbsthilfe.<br />
Natürlich zog es Dietrich in das grösste Klassenzimmer der Welt – mit 800.000 km2 mehr als doppelt so gross wie Deutschland ist die „School of the Air“ – und die Lehrerin ist weit weg! Mit allen möglichen elektronischen Geräten wird der Unterricht durchgezogen und damit die Kids auch ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln können, gibt es im Jahr mehrere Ausflüge. Wenn sie dann mit der Grundschule fertig sind, müssen sie aufs Internat in der nächsten grossen Stadt.<br />
<span id="more-5508"></span>In Kununurra sah es so aus, als ob der Bus nicht weiterfahren könnte – die Brücke stand unter Wasser. Also ging es in die Cane Toad Exhibition, die deutlich machte, was für eine Plage diese Kröten für das Land geworden sind.<br />
Dann fuhr der Bus aber doch weiter – nach Derby. Wir hörten einiges über die Entstehungsgeschichte Derbys – u.a. etwas über eine Fluglinie mit dem kuriosen Namen „Air Beef“, ein Museum, für dessen Besichtigung man den Schlüssel im Tourist Office bekommt, den man natürlich auch dahin wieder zurückbringt, und Dampier, der als erster Engländer über die Flora und Fauna des neuen Kontinents berichtete. Hier gibt es auch einen Aboriginal Community Sender, der von Freiwilligen und bezahlten Angestellten betrieben wird und täglich in den vier Sprachen der Region sendet – der Beweis dafür, dass man etwas erreichen kann, wenn man die Chance geboten bekommt.<br />
Nächste Station nach einer Fahrt durch faszinierende Landschaft war dann Broome, die Perlen und Perlmutterstadt. Der grösste Abnehmer des Perlmutters war Russland – und als das nach der Revolution schlagartig aufhörte, brachte es Broome an den Rand des Ruins. Im Museum war die Geschichte der Perlentaucher nachzuverfolgen – sowie auf dem Friedhof, auf dem 900 japanische Taucher beerdigt sind.<br />
Nach 36 Stunden Fahrt erreichte der Bus Perth. Und nicht allzu weit von Perth entfernt ist die Klosterstadt New Norcia, die von spanischen Benediktinermönchen 1846 gegründet wurde. 64 Gebäude gehören zu der Stadt, die als Mission für die Aborigines gedacht war. Dort verbrachte Dietrich vier Tage und nahm am Klosterleben teil – ein Deutscher in einem spanischen Kloster in Australien und zum Abendessen wurden Schubertlieder vorgesungen!<br />
Zurück in das weltliche Leben machte er noch einen Abstecher nach Freo – Fremantle, der wunderschönen Stadt am Indischen Ozean mit dem Maritime Museum, in dem wohl das grösste Symbol eines australischen sportlichen Triumphes ausgestellt ist: der Rennsegler Australia 2 mit dem die Aussies den America’s Cup eroberten.<br />
Es gab noch ein paar Fragen und persönliche Eindrücke zu einigen der Städte und gegen 22 Uhr ging man auseinander, um auf dem Heimweg in Gedanken noch einmal diese oder jene Station zu besuchen.</p>
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		<title>Von Konfirmanden – und Fledermäusen</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jun 2010 14:03:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabell St Leon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Konfirmanden]]></category>

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		<description><![CDATA[

Wann trägt ein lockerer Jugendlicher (männlichen Geschlechts) einen Anzug mit Hemd und Krawatte an einem Sonntag? Nun – wenn er konfirmiert wird. Und so war es auch heute – zwei junge Damen (nicht im Anzug, sondern in sehr hübschen Kleidern) und zwei jungen Herren und ein Mann im besten Alter in oben beschriebenem Aufzug unterzogen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2010/06/Konfirmation_2010.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3992" title="Konfirmation im Juni 2010 - Foto Andreas Schaaf" src="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2010/06/Konfirmation_2010.jpg" alt="" width="478" height="335" /></a></p>
<p>Wann trägt ein lockerer Jugendlicher (männlichen Geschlechts) einen Anzug mit Hemd und Krawatte an einem Sonntag? Nun – wenn er konfirmiert wird. Und so war es auch heute – zwei junge Damen (nicht im Anzug, sondern in sehr hübschen Kleidern) und zwei jungen Herren und ein Mann im besten Alter in oben beschriebenem Aufzug unterzogen sich heute diesem feierlichen Akt.</p>
<p>Aber fangen wir von vorne an: Unsere Kirche war sehr gut besetzt, denn es gab nicht nur einen Festakt, sondern gleich zwei – mit  einer Taufe fing es an. Die kleine Dame war ca. drei Jahre alt und hatte auch ein Wort mitzureden – liess sich aber dann doch den Kopf benetzen und wurde mit Applaus in die Gemeinde aufgenommen.</p>
<p>Dann folgte die Einsegnung der Konfirmanden, gefolgt von einer launigen Ansprache des ältesten Konfirmierten der Gemeinde, Karl Wunderlich, über Fledermäuse.</p>
<p><span id="more-3991"></span>Nach dem Gottesdienst sammelte ich die frisch Konfirmierten um mich, um ihnen ein paar Fragen zu stellen: Selina, Swantje, Benjamin und Dominik hatten sich alle persönlich für die Konfirmation entschieden – mit Einvernehmen der Eltern natürlich. Dominik hatte die interessanteste Geschichte zu erzählen: er war erst mit 12 Jahren getauft worden und hatte damals im Gespräch mit dem Pfarrer sich schon überlegt, dass er dann auch konfirmiert werden wolle. Bei Peter stellte sich heraus, dass er das Gefühl hatte, etwas nachtragen zu müssen und so meldete er sich beim Pfarrer an. Er gestand mir, dass er nicht so oft zum Konfiunterricht kommen konnte, schliesslich arbeitet er ja schon – aber er hätte Privatstunden bekommen!</p>
<p>Die Jugendlichen fanden es von Vorteil, eine kleine Gruppe zu sein, es gab ihnen die Chance, Glaubensfragen zu diskutieren und jeder hatte die Möglichkeit, seine Ansichten zu vertreten. Bei einer Freizeit, begleitet auch von dem „Konfipaten“ Mathias Burbach, lernte man sich besser kennen und tauschte Meinungen aus in einer neuen Umgebung und ohne „Schulstress“.</p>
<p>Ihre Konfirmationssprüche hatten sie sich nach reichlicher, und meinem Eindruck nach, sehr intensiver Auseinandersetzung mit ihrem Glauben ausgesucht. Hier sind sie:</p>
<p><strong>Florian Benjamin Schaaf</strong><br />
Es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen; aber meine Gnade soll nicht von dir weichen und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen<br />
Jesaja 54, 10</p>
<p><strong>Dominik Kasra Hofstetter</strong><br />
Jesus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben<br />
Johannes Evangelium 14, 6a</p>
<p><strong>Swantje Kristina Bloens</strong><br />
Jesus spricht: In der Welt habt ihr Angst aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden.<br />
Johannes Evangelium 16, 33</p>
<p><strong>Selina Maria Heuser</strong><br />
Lass dich durch nichts erschrecken und verliere nie den Mut, denn ich, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst<br />
Josua 1, 9</p>
<p><strong>Peter Horst Schramm</strong><br />
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.<br />
Psalm 23, 4</p>
<p>Auf meine letzte – nicht ganz Ernst gemeinte -  Frage, ob sie es denn nun so halten würden wie die konfirmierten Fledermäuse, die sich ja nie wieder in er Kirche sehen liessen, kam die spontane Antwort: nein, wir gehören ja jetzt zur Gemeinde! Wir wünschen ihnen allen, dass ihre Konfirmationssprüche sie auf ihren Wegen begleiten mögen.</p>
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		<title>Bericht von der Chor-Party</title>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 20:43:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabell St Leon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Chor]]></category>

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		<description><![CDATA[
Was tut eine vernünftige Hausfrau, wenn ihr der Besuch von mehr als zwanzig  Leuten ins Haus steht? Sie flüchtet! Das tat auch Amy – obwohl erst acht Chormitglieder vor der Haustür standen &#8211; aber sie hatte eine sehr gute Entschuldigung, wurden doch ihre Dienste als Organistin und Carillionistin dringend gebraucht.
Es war Samstag, der erste Mai [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2010/05/Chor_Teilnehmer.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3694" title="Teilnehmer" src="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2010/05/Chor_Teilnehmer.jpg" alt="" width="566" height="337" /></a></p>
<p>Was tut eine vernünftige Hausfrau, wenn ihr der Besuch von mehr als zwanzig  Leuten ins Haus steht? Sie flüchtet! Das tat auch Amy – obwohl erst acht Chormitglieder vor der Haustür standen &#8211; aber sie hatte eine sehr gute Entschuldigung, wurden doch ihre Dienste als Organistin und Carillionistin dringend gebraucht.</p>
<p>Es war Samstag, der erste Mai und aus allen Himmelsrichtungen trudelten sie ein, die Soprane, die Alten (Altos, Alti?), die Tenöre und die Bässe mit und ohne Anhang. Robert Ampt, unser Organist und Amy Johansen, die Dame mit den vielen Jobs, und beider Ableger, Emily, hatten zur Chorparty eingeladen. Die Fahrt in die Blue Mountains versprach nichts Gutes – es nieselte und die Wolken hingen an den Bergen. Aber das sollte kein Problem sein – das Haus der Familie ist groß, das Wohnzimmer ist so weitläufig, dass ein Konzertflügel und eine Orgel (!) und der Chor mit Stühlen locker hineinpassten. Ich war sprachlos – und diejenigen, die mich kennen, wissen, daß so etwas nicht oft passiert.</p>
<p><span id="more-3693"></span>Wir verteilten uns und unsere mitgebrachten Fressalien und Flaschen auf Küche, Veranda und Wohnzimmer und schwatzten mit denen, die wir kannten und lernten neue Menschen kennen. Bald erschall „The Master’s Voice“ – we had to sing for our supper. Die Stimmbänder wurden mit “Happy Birthdays” vorgewärmt, dann wurden die “richtigen” Kirchenlieder geübt und dann musste Robert ganz schnell einen Chauffeur finden, der ihn und Emily zum Ballettunterricht fuhr – Robert kam wieder zurück, vielleicht war er fürs Ballett schon zu groß. Während seiner Abwesenheit wurde beschlossen, das Büfett zu eröffnen (und die Flaschen) und schnell sassen überall Grüppchen drinnen und draußen – es hatte sich aufgeklärt, die Sonne schien – und genossen Speis’ und Trank.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2010/05/Chor_Dirigent.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3695" title="Dirigent" src="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2010/05/Chor_Dirigent.jpg" alt="" width="648" height="388" /></a></p>
<p>Nach einer Runde durch den verwunschenen Garten und den Aufstieg zur Aussichtsplattform ging es zurück ins Haus zur zweiten Runde. Die inzwischen gut geölten Stimmbänder und die gehobene Laune liessen es am nötigen Ernst mangeln und so wurde das C-a-f-f-e-e Lied ein voller Erfolg – an den anderen Stücken werden wir noch arbeiten müssen.</p>
<p>Ein dreifaches „Hoch soll’n sie leben“ und ein ganz herzliches Dankeschön an Amy, Emily und Robert.</p>
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		<title>Die Reise geht weiter</title>
		<link>http://www.kirche-sydney.org.au/2010/02/25/die-reise-geht-weiter/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 19:35:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabell St Leon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturkreis]]></category>

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		<description><![CDATA[
Am Mittwochabend den 17. Februar 2010 traf sich der Kulturkreis zur Fortsetzung der Hörreise durch den roten Kontinent. Dietrich Rehnert – bewaffnet mit Tagebuch Nr. 394 und den CDs – fasste den Beginn der Reise (vorgetragen am 21. 10.09) kurz zusammen und dann ertönte das Signal des abfahren Zuges mit passender musikalischer Begleitung. Wir waren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2009/10/ip_at_broken_hill.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2376" title="Indian Pacific at Broken Hill" src="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2009/10/ip_at_broken_hill.jpg" alt="" width="746" height="112" /></a></p>
<p>Am Mittwochabend den 17. Februar 2010 traf sich der Kulturkreis zur Fortsetzung der Hörreise durch den roten Kontinent. Dietrich Rehnert – bewaffnet mit Tagebuch Nr. 394 und den CDs – fasste den Beginn der Reise (vorgetragen am 21. 10.09) kurz zusammen und dann ertönte das Signal des abfahren Zuges mit passender musikalischer Begleitung. Wir waren auf dem Weg nach Herrmannsburg – der für die Missionare in den 1870ger Jahren mit Pferden, Schafen und Rindern ein sehr beschwerlicher und langwieriger war. Sie wussten so gut wie nichts über das Land und die Aborigines und ihre Kultur, schrieben aber die ersten Wörterbücher über die Sprache des Arrernte Stammes – und stellten fest, dass die biblische Geschichte vom reichen Mann und Lazarus nicht verstanden wurde, denn es gibt kein Wort für arm oder reich bei den Aborigines – alles ist Gemeinschaftsgut.</p>
<p><span id="more-3240"></span>Hier stellte sich die Frage, ob die Missionsarbeit den erwarteten Erfolg mit sich brachte – stiessen hier doch “moderne” Anschauungen auf eine 30,000 jährige Tradition, deren Riten und Gesetze von Generation zu Generation weitergeben wurden – konnte die eine die andere ersetzen? Ein Beispiel: ein aboriginal Lutherischer Pfarrer hat noch nie ein Wort mit seiner Schwiegermutter gewechselt – das ungeschriebene Gesetz verbietet es.</p>
<p>Carl Strehlow führte die Missionsarbeit weiter – die ersten Missionare kehrten nach Jahren der Entbehrungen der Mission den Rücken – und sein Sohn Ted wurde dort geboren. Er sammelte die Geschichten, Lieder, Gebräuche der Aborigines auf Fotos, Film und Kassetten und die Stammesältesten vertrauten ihm auch rituelle Objekte an, für die sich inzwischen schon Sammler interessierten und hohe Preise boten. Er gründete das Strehlow-Research-Institute in Adelaide – und starb Stunden vor dessen Eröffnung – die Legende will es haben, dass die Aborigines ihn “zu Tode sangen”, hatte er doch Bilder und Dokumente vom “secret men’s business” veröffentlicht, die dann, entgegen seiner Vorgabe, auch in Australien erschienen. – Inzwischen besuchen junge Aborigines das Institut, um mehr über ihre eigene Kultur und Bräuche zu erfahren.</p>
<p>Dietrich besuchte auch das Yirara College der Finke River Mission (als ehemaliger Lehrer kann man sich sowas nicht verkneifen), eine Internatsschule für Aborigines. Der Schulleiter berichtete, dass in der ersten Zeit von den 200 Schülern 54 am Wochenende verschwanden, um dann wieder mühselig von den Lehrern eingesammelt zu werden – sie hatte Verwandtschaft besucht.</p>
<p>Ein Besuch auf dem Friedhof in Alice Springs gehört sich auch für einen Predikanten. Hier liegen Albert Namatjira (in Herrmannsburg geboren!) und Lasseter (Gold! Gold! Gold? – nein, doch nicht) begraben – und auf einem separaten Teil des Geländes die afghanischen Kameltreiber.</p>
<p>Weiter geht die Reise – die nächste Station ist Darwin. Wir erfahren, dass John MacDouall Stuart sich in der Rinde eines Baumes verewigt hat (der böse Bube!) und das National Archive früher aufmacht, wenn ein wissbegieriger D.R. davor steht und die Kirche ein Messingkreuz hat, das von den Japanern gestiftet wurde als Zeichen dafür, dass es nie wieder zu Krieg zwischen Japan und Australien kommen soll.</p>
<p>Das “Museum and Art Gallery of the NT” beheimatet “Sweetheart” – ein 5.5m langes – zum Glück ausgestopftes – Krokodil, das Touristenboote angriff, weil es anscheinend den Lärm der Außenbordmotoren nicht mochte. Sein Mageninhalt ist aufgelistet … es waren keine menschlichen Knochen dabei!</p>
<p>Dietrich machte auch einen Abstecher in den Kakadu (Gagudju) Nationalpark – und es stellte sich heraus, dass der Ur-urgrossvater des Busfahrers aus Deutschland stammte. Das Restaurant dort stellt hohe Ansprüche: “No shoes – no shirt – no service!” man darf sicher sein, dass unserem reisenden Reporter Einlass gewährt wurde.</p>
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		<title>Bericht vom zehnten UFuffies Treff</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 13:03:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabell St Leon</dc:creator>
				<category><![CDATA[UFuffies]]></category>

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Am letzten Sonntag trafen sich die UFuffies zum zehnten Mal – auch diesmal wieder al fresco mit dem Bali Denkmal hinter uns und Coogee Bay vor uns mit einladend blauem Wasser. Gut vorbereitet mit Picknickdecken, Dips, Käse, Crackers und Weintrauben liessen wir sechs es uns erst einmal schmecken.
Das Thema für unser Treffen war Hoffnung. Andres [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2009/07/Fallschirm.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1917" title="Fallschirm" src="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2009/07/Fallschirm.jpg" alt="" width="169" height="266" /></a></p>
<p>Am letzten Sonntag trafen sich die UFuffies zum zehnten Mal – auch diesmal wieder al fresco mit dem Bali Denkmal hinter uns und <a href="http://maps.google.com.au/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=en&amp;geocode=&amp;q=Randwick&amp;sll=-33.92083,151.259519&amp;sspn=0.007336,0.011576&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Randwick+New+South+Wales&amp;ll=-33.920545,151.260195&amp;spn=0.007336,0.011576&amp;t=h&amp;z=17" target="_blank">Coogee Bay</a> vor uns mit einladend blauem Wasser. Gut vorbereitet mit Picknickdecken, Dips, Käse, Crackers und Weintrauben liessen wir sechs es uns erst einmal schmecken.</p>
<p>Das Thema für unser Treffen war Hoffnung. Andres war gut vorbereitet mit verschiedenen Zitaten aus der Bibel, die reihum vorgelesen und besprochen wurden. Von grossen und kleinen Hoffnungen wurde gesprochen – von privaten und weltumfassenden und das Zitat: “Die Hoffnung stirbt zuletzt” diskutiert.  Man könnte zusammenfassend sagen, dass Hoffnung, die ihre Basis im Glauben hat, unser Leben erträglich macht.<br />
<span id="more-3117"></span> NB Das Bali Denkmal stellt Familie, Freunde und Gemeinschaft  dar – für unser Treffen hätte es auch Glaube, Liebe, Hoffnung bedeuten können. Und zu dem Thema noch ein Gedicht von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_Bonhoeffer" target="_blank">Dietrich Bonhoeffer</a>:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Hoffnung</strong><br />
Wenn schon die Illusionen bei den Menschen<br />
eine so große Macht haben,<br />
dass sie das Leben in Gang halten können –<br />
wie groß ist dann erst die Macht,<br />
die eine begründete Hoffnung hat?<br />
Deshalb ist es keine Schande, zu hoffen,<br />
grenzenlos zu hoffen!</p>
<p>Im Anschluß an die Gesprächsrunde zum Thema Hoffnung gingen die Mehrzahl der Anwesenden noch auf einen &#8220;Schwimminger&#8221; runter an den Strand von Coogee.</p>
<p>Im Monat Februar 2010 treffen wir uns am Sonntag, den 28. gleich nach dem Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche und werden uns zu einer kleinen Wanderung im Royal National Park (von Wattamolla nach Little Marley Beach) aufmachen.</p>
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		<title>Mit dem goldenen Känguru durch Australien</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 23:22:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Isabell St Leon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kulturkreis]]></category>

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Als ein “Mensch der Sehnsucht” hatte Dietrich Rehnert schon Reisen mit Zügen gemacht, deren Namen uns zum Träumen verleiten –der Orient Express und die Transsibirische Bahn gehörten dazu – und eine Serie für SBS Radio über seine Erlebnisse produziert. Der Erfolg dieser Serie war dann Anlass einer Anfrage von dem Sender, ob er nicht bereit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2009/10/KK-20091021.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-2496" title="Treff Kulturkreis am 21. Oktober 2009, Foto: Hartmut Koenig" src="http://www.kirche-sydney.org.au/wp-content/uploads/2009/10/KK-20091021.jpg" alt="Treff Kulturkreis am 21. Oktober 2009" width="530" height="240" /></a></p>
<p>Als ein “Mensch der Sehnsucht” hatte Dietrich Rehnert schon Reisen mit Zügen gemacht, deren Namen uns zum Träumen verleiten –der Orient Express und die Transsibirische Bahn gehörten dazu – und eine Serie für SBS Radio über seine Erlebnisse produziert. Der Erfolg dieser Serie war dann Anlass einer Anfrage von dem Sender, ob er nicht bereit wäre, eine ähnliche Serie über Australien zu produzieren. (Ob seine Antwort lautete: “Is the Pope a Catholic?” weiss ich nicht, könnte ich mir aber vorstellen.)</p>
<p><span id="more-2495"></span>So geschah es, dass er sich eines Tages mit einem Rucksack auf dem Rücken und einen auf der Brust (um beide Hände frei zu haben – aus Erfahrung!), einem Ticket aus Deutschland (6 Monate gültig – hier nicht zu haben) auf dem Bahnsteig befand und den Schaffner fragte, ob noch ein Platz  im “Goldenen Känguru” Schlafwagen frei sei. Die Antwort wusste er im Voraus – hatte er sich doch him Country Link Reisebüro schlau gemacht.</p>
<p>Mit Humor, Anekdoten, kritischen Betrachtungen und interessanten geschichtlichen Informationen nahmen wir an seiner Reise teil, deren erste Strecke von Sydney nach Broken Hill, Adelaide und dann weiter nach Alice Springs führte. Wir sassen mit ihm “Lounge Car” und lernten die Mitreisenden kennen, erfuhren, dass man kein Tagebuch hier schreiben kann, aber der Ausblick auf die sich wandelnde Landschaft atemberaubend ist. Hieronymus von Pereira – alias Charles Rasp entdeckte die Bodenschätze in Broken Hill, und das Denkmal für verunglückte Minenarbeiter erinnert an Zeiten, in denen OH&amp;S noch kein Schlagwort war. Dann war da noch der Silberbaum, eine Fahrt mit dem “Outback Postie” und die Uebernachtungen in der Jugendherberge – und es gibt Leute, die behaupten, in Broken Hill ist nichts los!</p>
<p>Weiter ging’s nach Adelaide – mit Schlaglichtern auf das “Lutheran College” und der kleinen Anzahl der Studenten dort (im Vergleich zu den überfüllte Hörsälen in Deutschland), Führungen durch Museen von Ehrenamtlichen mit grossem Wissen – aber nur zwei Besuchern, und der “Pacific Cultures Gallery”, die soviel Objekte hat, dass sie nur ein Fünftel ausstellen können.</p>
<p>Alice Springs war die nächste Station. Zuerst hiess die Siedlung “Stuart” und wurde erst in den dreissiger Jahren zu “Alice Springs”, nach der Frau des ehemaligen Telegraphenmeisters Sir Charles Todd (Ironie des Schicksals – der Todd River hat selten Wasser und die “Springs” sind auch nicht das, was der Name verspricht). Die Kameltransporte – von Afghanen geführt – brachten weder Schweinefleisch noch Alkohol nach “Alice” und die Erstaufführung des Films ‘A Town Like Alice” brachte  ₤ 1000 an Spenden für den Royal Flying Doctor Service.</p>
<p>Lebhafte Kommentare gab es nach jedem Teil der Serie – eigene Erfahrungen und Abenteuer wurden zum Besten gegeben – und wir warten mit Spannung auf die Fortsetzung der “Hörreise”.</p>
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