Evangelisch in Sydney

Ein „Band des Friedens“ in der Martin-Luther-Kirche

Sydney – Pfarrer Dirk Wnendt trat vor drei Monaten eine weite Reise an: Im Juni diesen Jahres landete der 1963 in Oberbayern geborene Pfarrer auf dem „Fünften Kontinent“, um hier ab Juli für die kommenden sechs Jahre die deutsche evangelisch-lutheranische Gemeinde in Sydney zu betreuen. Zuvor war er in Siegsdorf, KG Ruhpolding im bayerischen Chiemgau, tätig.
Sein bisheriger Lebensweg hatte ihn bereits in viele Teile der Welt geführt: Nach seinem Studium in Neuendettelsau, Tübingen und Erlangen und seinem 1994 begonnenen Vikariat in Weidenbach, Mittelfranken, arbeitete er vier Jahre als Pfarrer bei der deutschen Seemannsmission in Douala, Kamerun. Die soziale Arbeit, die erdort erfüllte, gehört zu den Aufgaben seines Berufes, die er sehr zu schätzen weiß. Menschen zu helfen und zu spüren, dass man gebraucht werde, sei eine der vielen Seiten des Pfarrberufes, die ihm besondere Freude bereite, sagt Wnendt. Er liebe die Vielseitigkeit seiner Tätigkeit und den ständigen Umgang mit Menschen. „Ich habe das Glück, meinen Traumberuf gefunden zu haben“, erklärt der Pfarrer, „Es ist der perfekte Beruf für mich.“ Zudem schätzt er sich glücklich, einige seiner Gaben – wie beispielsweise seine Musikalität und die Fähigkeit, stets offen auf Menschen zugehen zu können – in den Beruf einbringen zu können.  Wnendt stammt aus einer Pfarrfamilie, sein Vater war Pfarrer. „Ich habe das Pfarrsein quasi mit der Muttermilch aufgesogen“, sagt er schmunzelnd. Bereits als Kind beteiligte er sich sehr aktiv in der Gemeindearbeit und auch wenn er in der elften Klasse von Lehrern gelegentlich angemahnt wurde, doch bitte das Motorradmagazin beiseite zu legen, stand schon früh fest, dass er eine theologische Laufbahn anstreben werde.
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eingestellt von Nadine Halberkann am 27. September 2008
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