
Hannover (epd). Fast zwei Drittel der Bevölkerung Deutschlands gehörten Ende 2008 einer christlichen Kirche an. 25,2 Millionen Menschen waren Mitglied der römisch-katholischen, 24,5 Millionen der evangelischen und 1,5 Millionen der orthodoxen Kirche, wie aus der neuen Auflage der Broschüre “Evangelische Kirche in Deutschland – Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben” hervorgeht, die die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Mittwoch veröffentlicht hat.
Bei der vorigen Erhebung waren noch 25,5 Millionen Mitglied der katholischen und 24,8 Millionen Mitglied der evangelischen Kirche. Während Ende 2007 noch 63,4 Prozent der deutschen Bevölkerung einer Kirche angehörten, sank der Anteil bis Ende 2008 auf 62,8 Prozent. Dabei sind den Angaben zufolge in Westdeutschland 72 Prozent der Menschen Mitglied einer christlichen Kirche, in Ostdeutschland dagegen nur noch 25 Prozent.
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eingestellt von Mathias Burbach am 24. Juli 2010
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Lenkungsausschuss möchte Ergebnis vor 2017 präsentieren
Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat eine „Durchsicht der Lutherbibel“ beschlossen und einen Lenkungsausschuss eingesetzt, dem u.a. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Exegese, Praktische Theologie, Liturgik und Germanistik angehören. Geplant ist, die durchgesehene Bibel möglichst vor dem Jahr 2017 der Öffentlichkeit vorzustellen.
Der Vorsitzende des Lenkungsausschusses, Landesbischof i.R. Dr. Christoph Kähler, erklärte zu dem Vorhaben: „Die Lutherbibel stellt ein kostbares theologisches und kulturelles Erbe dar. Mit diesem Erbe müssen wir behutsam und sorgfältig umgehen. Der Wortlaut darf nur dann verändert werden, wo es die Treue zu den biblischen Zeugen zwingend erfordert.“ So gehe es bei der beabsichtigten Durchsicht nicht um eine Revision. Es sei nicht Ziel der Arbeit, die Lutherbibel modernem Deutsch anzunähern. Das Vorhaben, so Kähler weiter, sei zwar in der Zielsetzung bescheidener als eine Revision, in der Durchführung aber kaum weniger anspruchsvoll. Denn in den Jahren seit der letzten Revision der Lutherbibel 1984, seien eine Vielzahl neuer Ergebnisse auf den Gebieten der Textkritik und der Exegese erarbeitet worden. Der Rat der EKD sieht Veränderungen des Luthertextes lediglich dort vor, wo sie zwingend geboten sind, wobei jede Veränderung des den Gemeinden vertrauten Klangs der Lutherbibel möglichst vermieden werden soll.
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eingestellt von Mathias Burbach am 20. Juli 2010
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In der Reisezeit ist auch bei Flughafenseelsorgern Hochsaison
Auf dem blauen Sofa im Büro von Otto Rapp haben schon viele Menschen geweint. Rapp ist Flughafenseelsorger in Stuttgart. Er weiß: Der Traum einer Traumreise kann schnell zerplatzen. Eine Frau saß völlig fassungslos auf dem Sofa, weil ihr Verlobter sich vor dem Ticketschalter von ihr trennte.
Eigentlich wollte das Pärchen eine romantische Urlaubswoche verbringen. Doch plötzlich bekam der Mann Panik und verließ fluchtartig den Stuttgarter Flughafen. Seine Partnerin ließ er mit den gepackten Koffern stehen.
Auch Weihnachten 2004 vergisst der evangelische Diakon Rapp nicht so schnell: Urlauber, die den Tsunami in Thailand überlebt haben, kommen auf dem Flughafen an. In Badelatschen und T-Shirts landen sie in ihrer winterlichen Heimat.
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eingestellt von Mathias Burbach am 17. Juli 2010
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Erfurt (epd). Das Evangelische Augustinerkloster in Erfurt findet als bedeutende Reformationsstätte in Mitteldeutschland zunehmendes Interesse bei Besuchern aus dem In- und Ausland. Mit 17.000 Übernachtungsgästen und 18.500 Teilnehmern von Führungen seien die Zahlen im Vorjahr erneut gestiegen, sagte Kurator Lothar Schmelz am Dienstag dem epd. Zudem seien fast 48.000 Veranstaltungsgäste registriert worden.
Bei der anhaltenden Nachfrage in diesem Jahr mache sich schon die Lutherdekade zum Reformationsjubiläum 2017 bemerkbar, berichtete Schmelz. Dabei seien die steigenden Zahlen auch mit einem zunehmenden inhaltlichen Interesse an der Lutherstätte und ihrer Dauerausstellung verbunden. Martin Luther (1483-1546) lebte in dem Kloster von 1505 bis 1511 als Mönch und erwarb dort sein geistiges Rüstzeug für die Kirchenreformation von 1517.
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eingestellt von Mathias Burbach am 30. Juni 2010
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Von Jörg Nielsen (epd)
Oldenburg/Frankfurt a.M. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat das bislang Undenkbare gesagt und eine “Aussetzung” der Wehrpflicht vorgeschlagen. Derzeit wird im Verteidigungsministerium geprüft, welche Konsequenzen das für die Landesverteidigung hätte. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille: Wenn die Wehrpflicht wegfiele, gäbe es auch keine Zivildienstleistenden mehr. Das hätte finanzielle Folgen und würde die Wohlfahrtsverbände vor große Herausforderungen stellen.
Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) scheint sich aus Kostengründen mit der Idee anfreunden zu können. Am vergangenen Freitag sagte sie der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” über den Verteidigungsminister: “Ich habe gesagt: Er soll und darf über alles nachdenken.”
Geprüft wird auch im Bundesfamilienministerium. Denn wenn keine Soldaten mehr eingezogen werden, können auch keine Zivis mehr zum Dienst verpflichtet werden: “Als Wehrersatzdienst folgt der Zivildienst dem Wehrdienst”, heißt es aus dem Ministerium. Alles Weitere müsse der Gesetzgeber klären. Das Bundesamt für den Zivildienst zog im vergangenen Jahr rund 90.500 Kriegsdienstverweigerer zum Dienst ein.
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eingestellt von Mathias Burbach am 17. Juni 2010
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Sydney – Die Martin Luther-Stube in der Goulburn Street im Zentrum von Sydney ist an diesem Sonntagnachmittag gut gefüllt. Bei Kaffee und Kuchen sitzen die Gemeindemitglieder nach dem Gottesdienst zusammen und reden über Gott und die Welt. Gemeinde-Pastor Michael Petzoldt, der seit September 2009 mit der Vakanz-vertretung in der evangelisch-lutherischen Kirche Sydney betraut ist, hat für jeden ein offenes Ohr.
Nebenan, ein paar Meter weiter, steht die Martin Luther Kirche. In dem 1883 eingeweihten Gotteshaus hält Petzoldt mit den Gläubigen jeden Sonntag um 11 Uhr den Gottesdienst. Zweieinhalb Stunden zuvor war er bereits im 25 Kilometer entfernten Sydneyer Vorort Chester Hill, um mit den dortigen Gemeindemitgliedern die sonntägliche Andacht zu feiern. Der Gottesmann muss regelmäßig viele Kilometer mit dem Auto zurücklegen, denn die Gemeinden, die er zu betreuen hat, liegen nach deutschen Maßstäben weit auseinander. Neben den Gottesdiensten in der Martin Luther Kirche in Sydneys Zentrum und in Chester Hill, fährt Petzoldt regelmäßig in die Sydneyer Vororte Allambie Heights und Croydon, um dort seinen pastoralen Pflichten nachzukommen. Das ständige Unterwegs sein auf den Straßen ist für Petzoldt eine Herausforderung, denn ihm liegt besonders die persönliche Betreuung der Gemeindemitglieder am Herzen: „Man verbringt sehr viel Zeit im Straßenverkehr, was dann von der Gemeindearbeit abgeht“, bedauert der Pfarrer.
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eingestellt von André Schubert am 3. Juni 2010
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Der Gemeindekreis in Chester Hill trifft sich das am Mittwoch, den 9. Juni 2010 um 12 Uhr.
Geplant ist eine Lesung aus dem Buch “Was Christen glauben” von Jörg Zink. Unser Gemeindemitglied Waltraud Neben wird aus dem Buch vorlesen und anschließend wollen wir darüber diskutieren.
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eingestellt von Michael Petzoldt am 3. Juni 2010
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Das Feiern des Kommens des Heiligen Geistes und des Geburtstages der Kirche in Allambie ist in den letzten Jahren zu einem grossartigen Ereignis gemeinsamer Gotteserfahrung unserer Gemeinde geworden. Auch von kühlem und eher zum Regen neigenden Wetter liessen sich die wahren Besucherscharen aus der gesamten Gemeinde nicht abhalten; sie füllten die Kapelle bis an den Rand ihrer Kapazität.
Die symbolhafte Darstellung des Sprachenwunders des Pfingstgeschehens geschah wieder durch die Lesung aus der Apostelgeschichte in mehreren Sprachen, wobei die spontane Lesung in Schwyzerdütsch ein interessantes Novum darstellte. Die Verteilung von polierten Steinen an die etwa 80 Besucher führte zum Thema der Predigt, jener Geschichte “Das kalte Herz” des schwäbischen Dichters Wilhelm Hauff, die auch mehr als 180 Jahre nach ihrem Erscheinen ihren anrührenden und wegweisenden Charakter behalten hat.
Der Kirchenchor unter der Leitung von Robert Ampt trug nicht nur mit gekonnten Beiträgen zur Gestaltung des Gottesdienstes bei, sondern auch mit der Unterstützung des Gemeindegesanges bei eher wenig bekannten Liedern.
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eingestellt von Dietrich Rehnert am 25. Mai 2010
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