
“Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht. Glaubt an Gott und glaubt an mich.“
(Jahreslosung 2010, Johannes-Evangelium 14,1)
Gründe zum Erschrecken gibt es mehr als genug. Vieles hat uns im vergangenen Jahr in Angst und Schrecken versetzt – weltweit und hier und da auch ganz konkret in meinem eigenen Leben.
Bischof Markus Dröge (Berlin) schreibt: Fest steht, dass Ängste uns lähmen. Man sagt nicht umsonst: Der Schreck fährt einem in die Glieder.
Hier setzt die Jahreslosung an. Sie protestiert gegen die kollektive Lähmung. Der Aufruf „Euer Herz erschrecke nicht!“ zielt auf die menschliche Lebendigkeit. Der lebendige Rhythmus des Herzens überwindet die lähmende Angst. Dabei wischt der Glaube an Gott und an Christus den realen Hintergrund unserer Ängste nicht weg, lässt uns aber die Lähmung überwinden. So wird der Glaube ein Bekenntnis gegen alle Angst und Panikmacherei – ein Bekenntnis zum erneuten Vertrauen auf die Wirklichkeit des lebendigen Gottes.
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eingestellt von Michael Petzoldt am 4. Februar 2010
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Als ich von OLKR Paul Oppenheim angefragt wurde, ob ich in der Deutschen Gemeinde in Sydney die Vakanzvertretung übernehmen würde, war ich freudig überrascht, denn ich bin im März 2002 bereits für einen Kurzbesuch in Sydney gewesen und hatte damals auch am Sonntaggottesdienst mit anschließendem Kirchenkaffee in der Martin-Luther-Kirche teilgenommen. Diesen ersten Eindruck kann ich jetzt mit der bevorstehenden Vertretungszeit vertiefen und erweitern. Hatte ich doch miterleben können, wie lebendig sich das Gemeindeleben gestaltet und von wie vielen freiwilligen Helfern alles mitgetragen und mitgestaltet wird. So bin ich gespannt auf den ganzen Umfang der Aufgaben und will mit dazu beitragen, dass zusammen mit Ihnen allen in fröhlicher Dankbarkeit die Gottesdienste und Zusammenkünfte bis zur Ankunft der neuen Pfarrperson im nächsten Jahr gefeiert werden.
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eingestellt von Michael Petzoldt am 10. November 2009
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Seit 12 Monaten bin ich jetzt Pfarrer hier in dieser Gemeinde. Im Juni letzten Jahres bin ich in Sydney angekommen und jetzt sitze ich in meinem Arbeitszimmer und lasse vor meinem inneren Auge dieses letzte Jahr noch einmal vorbeiziehen. Meine Güte, was war da alles los, privat und gemeindlich.
Die ersten zwei Dienstwochen hatten es gleich ziemlich in sich. Wir mussten uns von unserem langjährigen Organisten und Kantor Günther Holler verabschieden, der nach einem Gottesdienst auf der Heimfahrt tödlich verunglückte. Jetzt ist im Mai Angelika Rehnert völlig überraschend gestorben. Angelika, die zusammen mit Dietrich unsere Kirchlichen Nachrichten fast im Alleingang seit mehr als 10 Jahren erstellt hat. 13 weitere Gemeindemitglieder sind in diesem Jahr verstorben. Hier können Sie weiter lesen »
eingestellt von Dirk Wnendt am 1. Juli 2009
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Na, wie waren Weihnachten, Neujahr, der Urlaub und die Ferien? Haben Sie alles gut überstanden? Ist die Urlaubswäsche schon gewaschen, die Bilder vom Strand im Computer drinnen, das Hirn wieder auf Arbeitsmodus eingestellt, damit uns der „normale“ Alltag wieder hat? Für mich klingt das nach wie vor ziemlich ungewohnt. Irgendwie bekomme ich Weihnachten und Neujahr und dann gleich die große Urlaubszeit nicht so richtig zusammen. Es klingt für mich immer noch sehr komisch und auf den Kopf gestellt, aber wir sind ja „down under“!
Für mich ist der Anfang eines Jahres immer sehr spannend. An Silvester hab ich mir heuer beim Feuerwerk an der Harbour Bridge gedacht: „Was wird das Jahr wohl so bringen? Wie wird mein Leben am 31. Dezember 2009 ausschauen, wo werden wir als Gemeinde sein? In welchen Situationen werde ich Gottes unbegrenzte Möglichkeiten dringend brauchen, weil meine kleinen „Dirk-Fähigkeiten“ einfach nicht ausreichen und gut genug sind?
In solchen Momenten würde ich immer mal gerne in die Zukunft schauen wollen und würde gerne wissen wollen, wie mein Leben so in einem Jahr, in 5, 10, 20 oder 30 Jahren wohl aussehen wird.
Ein Jahr pausieren könnte ich mir mal ganz gut vorstellen, damit ich vielleicht wieder das Gefühl habe, bei mir selber zu sein. Einfach nur mal länger Zeit haben, um alles so richtig in Ruhe zu überdenken, alles zu ordnen, was mich beschäftigt.
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eingestellt von Dirk Wnendt am 28. Februar 2009
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Wir sind mitten drin. Die Adventszeit ist da und die Weihnachtstage und der Jahreswechsel kommen immer näher. Wieder einmal ist es uns geschenkt, diese besondere Zeit im Jahresablauf zu erleben. Die vier Kerzen am Adventskranz werden nacheinander angezündet und wir können entdecken, wie das Licht von Weihnachten immer mehr um sich greift und hoffentlich die Dunkelheit in manchen Herzen vertreibt.
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eingestellt von Dirk Wnendt am 23. Dezember 2008
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Neulich hab ich wieder mal ein richtiges AHA Erlebnis gehabt, ich bin nämlich beim Einkaufen so richtig erschrocken. Es war einer der ersten so richtig heißen Tage für mich hier in Sydney. Die Sonne, die ganzen Geräusche in der Früh, die immer noch so ungewohnt sind, die Wärme und das Schwitzen, ich hab mich gefühlt, als wäre ich wieder in Douala, in Afrika. Ich mußte nachmittags noch zum Woolie hier in Chester Hill um meinen Haushalt und mich mit einigen Dingen zu versorgen. Nichts ahnend schiebe ich meinen Einkaufswagen durch die Gänge und steh ganz am Ende plötzlich vor Weihnachtsdekoration!! Kugeln, Santa Claus Mützen, Socken, Girlanden, alles was man anscheinend hier in Australien braucht um Weihnachten zu feiern, war da in dem langen Regal zu finden. Und ich hab mir gedacht: was für eine komische Welt. Mitten im Hochsommer finde ich Weihnachtssachen im Kaufhaus. Bisher war ich es die letzten Jahre gewohnt, mindestens ne dicke Jacke anzuhaben und ziemlich viel Schnee vor dem Haus liegen zu haben, wenn ich Weihnachtssachen sehe. Und jetzt schwitz ich in der Sonne, hab die Klimaanlage im Auto an, weil ich sonst zerfließen würde und freu mich schon drauf, wenn ich das erste Mal ins Meer zum Baden gehe! Dieser Einkauf war für mich richtig komisch und irgendwie stand meine Welt kurzzeitig wirklich auf dem Kopf. Manchmal machen wir schon eigenartige Erfahrungen mit der Welt, in der wir leben. Aber nicht nur wir.
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eingestellt von Dirk Wnendt am 4. November 2008
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Garie Beach, Royal National Park
8 Wochen bin ich jetzt schon hier in „Down under“. Seit 8 Wochen ein völlig neues Leben, eine neue Art Auto zu fahren, bis jetzt hab ich 3 oder 4 Mal die Seite gewechselt, das Vogelgezwitscher hört sich ganz anders an als im bayrischen Chiemgau, die Menschen auf den Rolltreppen stehen links und gehen rechts, viele neu Menschen durfte ich bis jetzt kennenlernen, mehr werden noch dazukommen, die Erkenntnis, daß Autofahren und Staustehen in Sydney zum Pfarrerdasein gehören, hab ich schon fast verinnerlicht, das Haus in Chester Hill quillt im Moment über vor unausgepackten Kisten. Die Instrumente sind im Musikzimmer fast schon ausgepackt, Tante Frieda, meine BMW, ist leider noch nicht ganz da und die erste Ausfahrt muss noch warten, und der Winter ist total anders als ich es gewohnt bin (wo ist der Schnee?).
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eingestellt von Dirk Wnendt am 2. September 2008
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