Havariekommando und Seemannsmission leisten an den Küsten im Notfall Erste Hilfe
Von Dieter Sell
Haushohe Wellen, Sturm und dann versagt auch noch der Schiffsdiesel. Albtraumhafte Situationen wie diese haben schon viele Opfer gefordert. Die Deutsche Seemannsmission und das Havariekommando in Cuxhaven helfen mit Notfallseelsorge auf See.
Cuxhaven (epd). Es sind dramatische Stunden an Bord der litauischen Fähre “Lisco Gloria”: Während unter Deck ein Brand wütet und dicke Qualmwolken über die See nördlich von Fehmarn ziehen, stehen teilweise nur spärlich bekleidete Passagiere auf dem Schiff. Wenig später treiben sie in Rettungsbooten und kleineren Rettungsinseln bei Windstärke fünf auf der Ostsee. Das Unglück im Oktober 2010 war eine erste Bewährungsprobe für die Notfallseelsorge, die das Havariekommando in Cuxhaven gemeinsam mit der Deutschen Seemannsmission organisiert.
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Einsamkeit im vermeintlichen Paradies. Viele Rentner erleben in Thailand, wie ihre Träume platzen
Von Essen-Margarethenhöhe nach Bangkok. Aus der überschaubaren, fast dörflichen Gartenstadt in die laute, hektische schwülwarme Megametropole. Die Umstellung war gewaltig. Seit sechs Monaten teilen wir uns die Pfarrstelle der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache in Thailand. Die Welt hier erschien uns anfangs wie ein Buch mit sieben Siegeln.
Schilder und Etiketten im Supermarkt sind meist nur auf Thai, man sieht kaum lateinische Buchstaben. Thai ist eine Sprache, die nichts mit irgendeinem uns bekannten Idiom zu tun hat. Schnell haben wir festgestellt, dass die Infrastruktur für alle Lebenslagen hervorragend ist: von Verkehrsmitteln über das Warenangebot bis zur Gesundheitsversorgung.
Die Menschen sind freundlich und höflich. Trotz der Geschäftigkeit der Stadt bewegen sie sich eher langsam und auf eine gelassene Weise. Das überträgt sich bald auch unmerklich auf den ungeduldigen, immer eilig und auf Effektivität gepolten „Farang“, wie westliche Ausländer hier genannt werden. Erst mit der Zeit merkten wir, dass die lächelnde Freundlichkeit vor allem an der extrem auf Harmonie und Respekt vor bestehenden Ordnungen und Hierachien ausgerichteten Denk- und Lebensweise der Thais liegt.
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Junge Frauen und Männer aus allen Ländern Europas sind zum Taizé-Jugendtreffen in Berlin angekommen
Rund 20.000 junge Leute sind aus allen Ländern Europas zum Taizé-Jugendtreffen in Berlin angereist. Schon am frühen Morgen kamen die ersten Busse mit den zwischen 17 und 35 Jahre alten Teilnehmern an sechs Sammelstellen im Westen und Südwesten der Stadt an. Die Taizé-Bruderschaft aus dem französischen Burgund lädt seit 34 Jahren am Ende jedes Jahres in eine andere europäische Großstadt ein. Berlin ist erstmals Gastgeber – bis zum Neujahrstag herrscht babylonisches Sprachengewirr in der Hauptstadt.
Im Stadtteil Wilmersdorf kamen die Busse mit den jungen Frauen und Männern an einer Schule an der vielbefahrenen Bundesallee an. Der erste Bus traf um 6.30 Uhr aus Rumänien ein, kurz darauf kamen die ersten Serben, später Ungarn und Montenegriner, berichtet die 25-jährige Ute. Als freiwillige Helferin begrüßte sie die Gäste in ihrer jeweiligen Landessprache.
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Eine Auferstehungsgeschichte geschrieben von Pastorin Elisabeth Hübler-Umemoto
Professor Yamazaki, Musiker, Projektleiter und Dirigent der Neunten, bedankt sich im Anschluss an die Aufführung bei allen Mitwirkenden für die „bewegenste Aufführung, die ihnen je gelungen war, trotz all der Zweifel und Ängste, die zu überwinden waren, und dennoch – und hier versagte ihm die Stimme – wünscht er sich, dass es so eine Aufführung nie wieder geben muss.“ (Ich zitiere unseren Tohoku-Referenten Jesper Weber)
„Erster Satz… Zweiter Satz… Dritter Satz… Um kurz nach halb Drei begann der vierte Satz. Die Fernsehteams in der Galerie wurden nervös. Und als hätte er darauf hindirigiert, jaulten in der kurzen Orchesterpause, bevor zum ersten Mal das Freude-Thema erklingt, die Sirenen auf und erinnerten an 14:46 Uhr am 11. März 2011. Prof. Yamazaki hatte gerade die rechte Hand mit dem Dirigentenstab in die Höhe gereckt, zögerte etwas, dirigierte dann aber weiter. Und um 14:49 Uhr antwortete der Bass den Sirenen: „O Freunde, nicht diese Töne! Sondern lasst uns angenehmere anstimmen und freudenvollere.” Und dann donnerten 300 Kehlen: „Freude!“(Weber)
Der 150. Jahrestag der Einweihung der Kreuzkirche in Istanbul
Das Medienecho war groß, als der deutsche Kaiser 1889 bei seinem Besuch in Konstantinopel auch die deutsche evangelische Kirche zu einem Gottesdienst besuchte. Ausführlich berichtete etwa die Berliner “Illustrirte Zeitung” über die militärischen Ehren, mit denen er vor der Kirche empfangen wurde. Inzwischen ist die Kreuzkirche in Istanbul 150 Jahre alt. An diesem Wochenende feiert die Gemeinde den 150. Jahrestag der Einweihung.
Die Wurzeln der Gemeinde reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück: Damals zog es zahlreiche deutsche Handwerker auf der Suche nach Arbeit an den Bosporus. Zu den Gemeindegründern gehörten 1843 aber auch Kaufleute, die im Mittelmeerraum Handel betrieben, preußische Offiziere im türkischen Dienst oder Angestellte der preußischen Gesandtschaft. Nachdem sich die Protestanten in den ersten Jahren in der schwedischen oder niederländischen Gesandtschaftkapelle zum Gottesdienst trafen, weihten sie 1861 ihre eigene Kirche ein.
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Evangelisch-lutherische Kirchengemeinden in den USA und Kanada
Philadelphia. Hier kamen im Oktober 1683 die ersten deutschen Siedler-Familien an. Hier war im 18. Jahrhundert Pfarrer Heinrich Melchior Mühlenberg tätig, der „Vater des amerikanischen Luthertums“. Und hierher waren 2011 die 55 in der Deutsche Evangelisch-Lutherischen Konferenz in Nordamerika (DELKINA) zusammengeschlossenen deutschsprachigen evangelisch-lutherischen Gemeinden zur Vollversammlung eingeladen. Diese Treffen alle zwei Jahre sind für viele der Pfarrer und Pfarrerinnen die einzige Möglichkeit, theologische Themen auf Deutsch zu besprechen und sich mit deutschen Kollegen auszutauschen. Tankstelle für Geist und Seele.
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Elisabeth Hübler-Umemoto, Pfarrerin der deutschsprachigen Gemeinde in Tokyo, hat uns heute auf einen Video-Beitrag des Zeit Online Redakteurs S. Stockrahm hingewiesen, der von seiner Reise in die Erdbebenregion ein halbes Jahr nach dem Unglück berichtet. Den Video können Sie auch hier auf unserem Internetportal ansehen.
In der Fremde zu Hause: Ein Diakonisches Jahr im Ausland
Singen, Reden und Zuhören, Kindergottesdienste und Konfirmandentage, aber auch ganz normale Büroarbeit: Das sind nur einige Tätigkeiten, die zum Alltag der 19jährigen Carolin Kloß während ihres Diakonischen Jahres im Ausland (DJiA) auf Mallorca gehörten. 10 Monate lang lebte und arbeitete sie in der Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde auf den Balearen und in der Seniorenresidenz Es Castellot. Sie teilte den Alltag mit den Menschen und unterstützte sie, wo sie konnte.
Das Jahr weit weg von Mama und Papa sieht Carolin im Rückblick als gute Unterstützung beim Erwachsenwerden. Sie hat gelernt, selbstständiger und unabhängiger zu werden. Trotzdem fühlte sie sich nicht allein, da sie immer Unterstützung in ihrer Einsatzstelle gefunden hat. Carolin hat sich nicht nur persönlich weiterentwickelt, auch die Berufswahl fiel ihr leichter. Ihr Wunsch, das DJiA würde ihr helfen, eine Entscheidung zu treffen, hat sich erfüllt: Sie hat sich für Lehramt an Gymnasien für Deutsch und evangelische Religion entschieden.
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