
Ratsvorsitzender: Kinder und Jugendliche vor Übergriffen schützen
Köln (idea) – Die Betreiber von Internetportalen sollten mehr Verantwortung für die Inhalte übernehmen, die von den Nutzern ins Netz gestellt werden. Dafür hat sich der amtierende EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), ausgesprochen. Wie er am 30. Juni beim medienforum.nrw in Köln sagte, müsse auch im Netz die Würde des Menschen gewahrt werden. Insbesondere die Aufgabe, Kinder und Jugendliche vor Übergriffen beispielsweise von Pädophilen zu schützen, obliege nicht nur den Eltern. Auch die Betreiber hätten die ethische Verantwortung, darauf zu achten. Zudem dürfe das Internet niemanden ausschließen. Auch Menschen mit Behinderungen oder Zuwanderer mit wenig Deutschkenntnissen müssten die Möglichkeit haben, sich am Informationsaustausch über das Internet zu beteiligen zu können.
Den vollständigen Artikel finden Sie auf den Internetseiten der EKD hier.
eingestellt von Mathias Burbach am 8. Juli 2010
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EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider in Magdeburg
Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, hat an den Reformator Philipp Melanchthon erinnert. In einem Festvortrag anlässlich des Jahrestages der Einführung der Reformation in Magdeburg im Jahre 1524 betonte Schneider in der Johanneskirche in der sächsisch-anhaltinischen Landeshauptstadt den Zusammenhang zwischen Reformation und Bildung. Beide Größen, so der Ratsvorsitzende, gehörten untrennbar zusammen, denn: „Menschen zu bilden, war elementares Anliegen der Reformation.“ Erst als Bildungsbewegung habe die Reformation ihre geistliche Kraft gewonnen und ihre kulturelle Wirkung entfalten können.
Dabei zog Schneider Parallelen von der Zeit der Reformation in die Gegenwart: Melanchthon, so Schneider, habe großen Wert auf die sprachliche Schulung der Schülerinnen und Schüler gelegt, denn er sei der Auffassung gewesen, dass ein nachlässiger oder fehlerhafter Sprachgebrauch auch auf fehlerhaftes Denken hinweise. Es sei bemerkenswert, „dass auch in unserer heutigen Situation die frühe Sprachförderung in der Elementarpädagogik ein wesentliches Konzept“ darstelle, um „Bildungsgerechtigkeit für alle Gruppen der Bevölkerung zu ermöglichen“, besonders bei der wichtigen Aufgabe der Einbeziehung (Inklusion) von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen erzieherischen, sprachlichen und kulturellen Voraussetzungen.
Den vollständigen Artikel finden Sie auf den Internetseiten der EKD hier.
eingestellt von Mathias Burbach am 6. Juli 2010
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Von Gabriela Reff
Tagungsbericht - Was ist zu tun, wenn ein muslimischer Patient ein Medikament verweigert, das Alkohol enthält? Wie kann eine Sterbebegleitung für einen unheilbar an Krebs erkrankten Muslimen aussehen? Wie lässt sich die Tradition ost- und südeuropäischer Kulturen, Trauer durch lautes Klagen und Weinen auszudrücken, in die deutschen Krankenhäuser integrieren? Mit diesen Fragen befasste sich am vergangenen Wochenende in Bad Homburg die Tagung “Religiöser Pluralismus in der Klinikseelsorge”.
“Die Realität hat sich von den vorhandenen Strukturen gelöst”, stellte der Frankfurter Pfarrer für Altenheim-, Krankenhaus- und Hospizseelsorge, Winfried Hess, fest. Beeindruckt hat den Seelsorgeausbilder bei seinem zweijährigen Aufenthalt in den USA die dortige Zusammenarbeit von Muslimen, Juden und Christen, die er sich auch in Deutschland wünscht. In seinen eigenen Seelsorgekursen, an denen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen teilnehmen, lege er deshalb großen Wert auf kulturelle und religiöse Aspekte. “Ich möchte den leidenden Menschen nahe sein und sie aus ihrer Tradition heraus begleiten”, beschreibt Hess sein Ziel.
Den vollständigen Artikel finden Sie auf den Internetseiten von evangelisch.de hier.
eingestellt von Mathias Burbach am 23. Juni 2010
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Es gibt nichts Menschlicheres als das Lachen. Diese Auskunft des Aristoteles hat uns nicht nur einen herrlichen Sinnspruch, sondern indirekt Umberto Ecos Roman „Der Name der Rose” und dessen Verfilmung eingebracht.
Darin suchten fanatische Ordensleute mit allen Mitteln das verloren geglaubte Buch des Aristoteles über die Komödie zu verbergen. Ihr Argument: „Lachen tötet die Furcht, und wenn es keine Furcht gibt, wird es keinen Glauben mehr geben.”
Wenn über alles gelacht wird, dann eines Tages auch über Gott? Der griechische Philosoph Aristoteles hat der Kirche mit seiner Freude am Lachen und an der Komödie im Mittelalter viel Verdruss bereitet und den Mönchen große Angst gemacht.
Das Lachen: die Ursünde des Menschen? Noch heute halten sich evangelikale Christen und katholische Ordensleute von Mummenschanz und Karneval fern. Eine Maske aufzusetzen ist ihnen theologisch nicht geheuer, denn sie nähme ihnen die „Ebenbildlichkeit” mit Gott.
Sicherlich: Lachen kann nicht nur freudig, verspielt und heilsam sein, sondern ebenso hämisch, verzweifelt, zynisch. Es kann also befreien und andere Menschen herabsetzen, wie der Tübinger Theologe Karl-Josef Kuschel schreibt.
Den vollständigen Artikel von Eduard Kopp finden Sie auf den Internetseiten des evangelischen Online Magazins chrismon.de hier.
eingestellt von Mathias Burbach am 8. Juni 2010
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Warum das Amen in der Kirche der Anfang eines Gesprächs ist
“Basta”, so klingt es manchmal in der Politik, wenn der Kanzler oder die Kanzlerin ein Machtwort spricht: Diskussion beendet, jetzt zählt nur noch die eine Meinung dessen der das Sagen hat. “Basta”, so sagt manchmal verzweifelt ein Vater, wenn des ständigen Widerspruchs seiner Sprösslinge müde ist. “Basta” ist ein aus dem Italienischen stammende Einwurf, der in einem Wort alles sagt – und in diesem Fall beendet. Und das “Amen” in der Kirche? Das schließt doch alles ab, die Predigt, das Gebet, das Glaubensbekenntnis. In der neuesten Ausgabe der Comic-Videoclipreihe “E-wie-Evangelisch” erläutert die Rundfunkpfarrerin Mechthild Werner, was “Amen” wirklich bedeutet und warum keiner zu allem “ja und amen” sagen muss.
Das Wort “Amen” stammt ursprünglich aus dem Hebräischen, weiß die Pfarrerin aus der mitteldeutschen Kirche. Es hat sich in allen Religionen, die sich auf Abraham zurück führen lassen: im Judentum, im Christentum, im Islam. Und es hat diese eine Bedeutung, die in unterschiedlichen Zeitstufen variieren kann: “So ist es”, “So sei es” oder “So soll es geschehen”, auch weil das Hebräische die in westeuropäischen Grammatiken üblichen Stufen der Gegenwart, der Möglichkeit und der Zukunft so nicht kennt. “Amen” sagt die Gemeinde nach der Predigt, “Amen” sagen die Teilnehmenden beim Abendmahl, wenn sie Brot und Wein empfangen, “Amen” beschließt das Gebet im Gottesdienst, auch das “Vater Unser”. “Amen” sagen aber auch die Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens in ihren Gottesdiensten – hier wie dort als Akklamation, als Zustimmung im Ablauf eines Gottesdienstes.
Den vollständigen Artikel finden Sie auf den Internetseiten der EKD hier.
eingestellt von Mathias Burbach am 29. Mai 2010
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“Das zweite Leben” – Fragen an die Organtransplantation und an die Bereitschaft zur Organspende.
Am Sonntag, den 30. Mai 2010 von 13:00 – 14:00 Uhr DVD-Vortrag und Gesprächsrunde mit Pastor Michael Petzoldt in den Martin-Luther-Stuben (96 Goulburn Street, Sydney NSW).
Jährlich wartet eine große Zahl von Menschen auf ein Ersatzorgan. Nur wenigen kann geholfen werden, da nicht genügend Organspenden zur Verfügung stehen. Viele warten vergeblich auf ein Spendeorgan und mussten sterben. Jeder kann zu Lebzeiten seine Bereitschaft zur Organspende erklären. Doch es bleiben Fragen: Wie ist gesichert, dass mein Organ der Bedürftigste und nicht der Meistbietende bekommt? Tut die Medizin wirklich alles, um mein Leben zu retten, obwohl sie gleichzeitig auf meine Organe wartet? Kann ich eines Tages selbst sehnlichst auf ein Spendeorgan hoffen und damit auf ein zweites Leben? Welche Hilfe haben wir in unserem christlichen Glauben bei all diesen Fragen?
Mehr Informationen zum Australian Organ Donor Register finden Sie hier.
eingestellt von Michael Petzoldt am 27. Mai 2010
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… heißt eine der Bitten im Gebet Jesu, dem Vaterunser. Führt Gott uns wirklich in Versuchung?

Der Minister muss sich entscheiden. Soll er das entführte Flugzeug, das auf die Großstadt zusteuert, zum Abschuss freigeben? Alles deutet darauf, dass er Tausenden Menschen das Leben retten kann, wenn er den Tod der 300 Passagiere in Kauf nimmt. Ein typisches ethisches Dilemma: Egal was er tut, der Minister macht sich schuldig. Nicht dass er für eine Fehlentscheidung belangt werden könnte. Aber die Sache wird schrecklich enden und er wird damit leben müssen.
In der Regel fallen ethische Dilemmata weit weniger dramatisch aus. Eine Schülerin überlegt, ob sie die Klassenkameradin, die eine andere auf dem Schulhof geschlagen hat, an den Lehrer verpetzen soll. Jemand ringt mit sich, ob er der Frau seines Freundes erzählen soll, dass der ein Verhältnis mit einer Kollegin hat. Ein Ehepaar wägt ab, ob es die alten Eltern ins Haus holen soll. Für die Alten wäre das gut – aber irgendwann müsste einer beruflich zurückstecken, um die Pflege zu übernehmen, die Söhne müssten sich wieder ein Zimmer teilen . . . Solche Entscheidungen können Schuldgefühle hinterlassen, egal wie sie ausfallen.
Den vollständigen Artikel von Burkhard Weitz finden Sie auf den Internetseiten des evangelischen Online Magazins chrismon.de hier.
eingestellt von Mathias Burbach am 29. April 2010
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Christen nehmen sich ganz schön was heraus: Sie debattieren regelmäßig mit ihrem Gott, bekritteln die Kirche – für Gläubige anderer Religionen undenkbar
Diese Bibel muss man einfach lieben – nicht zuletzt wegen der Gelassenheit, mit der ihre Hauptakteure die penetranten Störungen ihrer öffentlichen Auftritte ertragen. Nehmen wir Jesus von Nazareth. Er ist nicht nur fortgesetzt den verqueren Fragen der Pharisäer ausgesetzt, sondern stößt sogar auf die massiven Zweifel der eigenen Anhänger.
Und die Bibel transportiert diese Zweifel haarklein. Da hatte Jesus sich selbst in der Synagoge von Kapernaum wortreich als „Brot des Lebens” angepriesen, dessen Genuss Unsterblichkeit schenke. Das ging den anwesenden Zuhörern und auch den meisten seiner Anhänger entschieden zu weit. Die Bibel vermerkt ungerührt: „Von da an wandten sich viele seiner Jünger ab und gingen hinfort nicht mehr mit ihm” (Johannes 6, 66).
Den vollständigen Artikel von Eduard Kopp finden Sie auf den Internetseiten des evangelischen Online Magazins chrismon.de hier.
eingestellt von Mathias Burbach am 15. April 2010
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