
Von Frank Mathwig
Sterbehilfe ist unter protestantischen Christen umstritten. Während in Deutschland die evangelischen Kirchen aktive Sterbehilfe einhellig ablehnen, engagieren sich Schweizer Pfarrer als Sterbehelfer. Bei dieser Suizidhilfediskussion geht es um theologische Fragen, die sich nicht allgemeingültig beantworten lassen.
Begleiteter Suizid ist auf den ersten Blick ein altes Phänomen. Der schwerverletzte König Saul fordert von seinem Waffenträger Suizidhilfe, um nicht in die Hände der Feinde zu fallen. Auch die Sehnsucht nach dem Tod als Erlösung von einem quälenden, leidvollen Leben ist der Bibel nicht fremd. Schließlich enthalten sich die biblischen Suizidschilderungen von Abimelech, Simson, Saul und sein Waffenträger, Ahitofel im Alten sowie Judas im Neuen Testament auffällig jedes moralischen Kommentars.
Den vollständigen Artikel finden Sie auf den Internetseiten von evangelisch.de hier.
eingestellt von Mathias Burbach am 17. Mai 2011
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Die heilige Stadt gehört ganz allein den Pilgern – egal welcher Religion. Doch aus ihren religiösen Erwartungen lassen sich keine politischen Besitzansprüche ableiten.
Es riecht nach Staub. Vor einem Souvenirladen baumeln hellbraune Ledertaschen vor Ikonen und Weihrauchgefäßen. Ein Führer drängelt sich mit einer Schar gelbbemützter Touristen in Richtung Grabeskirche. Eine Rucksackreisende hält ihr Gesicht in die Frühjahrssonne. Neben ihr hängt die MP-Mündung eines israelischen Soldaten. Eine Gruppe Koreaner zieht mit riesigem Kreuz singend über die Via Dolorosa, den Schmerzensweg Jesu.
Über zwei Millionen Besucher zieht Jerusalem jährlich an. Juden beten an der Klagemauer, einem Teil der früheren jüdischen Tempelanlage. Sie stecken Zettelchen mit Gebetswünschen in ihre Fugen.
Muslime zieht es zur Al-Aksa-Moschee oberhalb der Klagemauer, ihrem drittwichtigsten Heiligtum. Und zum Felsendom, wo Abraham seinen Sohn Isaak opfern sollte, und wo Mohammed angeblich gen Himmel fuhr.
Den vollständigen Artikel von Burkhard Weitz finden Sie auf den Internetseiten des evangelischen Online Magazins Chrismom.de hier.
eingestellt von Mathias Burbach am 21. April 2011
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“Schutzsuchende brauchen unsere Solidarität”
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Präses Nikolaus Schneider, hat auf Malta das dortige Flüchtlingslager „Marsa Open Center“ besucht. Nach einem Rundgang und Gesprächen mit der Leitung und Bewohnern des Lagers zeigte er sich erschüttert über die Lebensbedingungen und die Perspektivlosigkeit vieler Flüchtlinge: „Die Menschen hier leben in einem dauerhaften Provisorium ohne Aussicht auf eine echte Zukunft für sich.“ Zwar wären viele der Insassen mittlerweile im Asylverfahren, jedoch seien die maltesischen Behörden mit der großen Zahl von Flüchtlingen überfordert. „Solange die EU-Mitgliedstaaten sich nicht zu einer solidarischen Verteilung von Asylsuchenden und Flüchtlingen und der damit verbundenen Lasten innerhalb der Europäischen Union durchringen können, werden hier menschliche Tragödien an der Tagesordnung sein“, sagte Schneider am Freitag in Valetta. „Alle EU-Länder stehen gemeinsam in der Pflicht, die Aufnahme von Schutzsuchenden in der Europäischen Union zu gewährleisten.“ Das könne nicht auf die EU Staaten mit Außengrenzen abgewälzt werden. „Dafür setzen wir uns als Evangelische Kirche in Deutschland, aber auch gegenüber den EU-Institutionen ein“, betonte Schneider.
Den vollständigen Artikel finden Sie auf den Internetseiten der EKD hier.
eingestellt von Mathias Burbach am 7. März 2011
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Generationen von Christen lebten in Angst und Schrecken vor einem allmächtigen Gott, vor Hölle und Jüngstem Gericht. Vom Thema versteht die Kirche immer noch viel
Ja, das gibt es: eine Basilika, die der Angst gewidmet ist. Am Fuß des Ölbergs in Jerusalem steht sie, an der Stelle, an der Jesus seiner Festnahme und Exekution entgegensah. In Todesangst betete er dort, und deshalb heißt die Kirche Todesangstbasilika.
Wo es um Religion geht, ist die Angst nicht fern. Aber wovor? Die Angst vor martialischen Höllenstrafen sprach aus manchem kirchlichen Wandgemälde des Mittelalters – gegen die Gefahren für Leib und Seele wappneten sich die Menschen mit dem Schutz der Sakramente und der Fürsprache der Heiligen.
Nicht immer ist auf den ersten Blick zu erkennen: Stiftet und verwaltet die Kirche Angst oder hilft sie, die Angst zu bewältigen? In der Religionspsychologie stand lange die Religionskritik Sigmund Freuds im Zentrum. Sie wirkt bis heute nach. Freud, Gründer der Psychoanalyse, sah Religion als kollektive Zwangsneurose: Sie fördere die Gewissensangst der Menschen, dann zum Beispiel, wenn sie vorgeschriebene Rituale ignorieren oder nicht peinlich exakt ausführen. Freud (1856–1939), selbst Jude, hatte den Wiener Katholizismus vor Augen. Und da fand er: Dieser macht Menschen infantil und fesselt sie an Illusionen. Hinter allem stehe die Sehnsucht nach einem allmächtigen Vater, dem die Gläubigen mal blinde Zuneigung, mal Hass entgegenbrächten.
Den vollständigen Artikel von Eduard Kopp finden Sie auf den Internetseiten des evangelischen Online Magazins chrismon.de hier.
eingestellt von Mathias Burbach am 15. Februar 2011
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Beim geplanten Papstbesuch in Deutschland erhofft sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), dass es zu einer Begegnung evangelischer Kirchenvertreter mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche und zu einem gemeinsamen Gottesdienst kommt.
Es wäre gerade unter ökumenischen Gesichtspunkten “reizvoll und ergiebig”, sich über die Bedeutung der Reformation aus evangelischer und katholischer Perspektive auszutauschen, heißt es in einem Schreiben des EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider an Papst Benedikt XVI., das am Donnerstag bekannt wurde.
Der Papst kommt vom 22. bis 25. September erstmals zu einem offiziellen Besuch nach Deutschland. Der vatikanische Reisemarschall Alberto Gasbarri beendete am Donnerstag einen fünftägigen Besuch zur Vorbereitung des Deutschlandbesuchs von Benedikt XVI. Dabei besichtigte Gasbarri mögliche Veranstaltungsorte in den Erzbistümern Berlin und Freiburg sowie im Bistum Erfurt, wie die katholische Deutsche Bischofskonferenz in Bonn mitteilte.
Den vollständigen Artikel finden Sie auf den Internetseiten von evangelisch.de hier.
eingestellt von Mathias Burbach am 12. Februar 2011
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Ein amerikanischer Comic zeigt einen jungen Wissenschaftler, der seinem Professor an einer Tafel eine komplizierte mathematische Berechnung vorführt.
Zwischen Schritt eins und Schritt drei seiner Berechnung steht: „Hier geschieht ein Wunder.” Skeptisch sieht sich der Professor die Formeln an. Dann sagt er: „Ich denke, bei Schritt zwei sollten Sie etwas genauer sein.”
Eines macht der Comic deutlich: Die Behauptung, ein Wunder geschehe, ersetzt nicht die wissenschaftliche Erklärung. Sie verweist lediglich auf eine Wissenslücke.
Unter amerikanischen und deutschen Biologen tobt ein heftiger Streit. Zur Debatte steht die Evolutionstheorie, vom englischen Naturforscher Charles Darwin vor 150 Jahren erstmals formuliert. Laut Darwin hat sich alles Leben durch Zufall allmählich entwickelt.
Den vollständigen Artikel von Burkhard Weitz finden Sie auf den Internetseiten des evangelischen Online Magazins chrismon.de hier.
eingestellt von Mathias Burbach am 13. Januar 2011
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Frankfurt am Main (epd). Evangelische Kirchenpräsidenten und Bischöfe haben in Neujahrsbotschaften zur Bekämpfung der Armut aufgerufen. Um Wirtschafts- und Finanzkrisen zu überwinden, müssten die Stärkeren zur Bewältigung der Krise mehr beitragen als die Schwächeren, erklärte der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung am Donnerstag in Darmstadt.
Jung warb für eine “konstruktive Debatten- und Protestkultur”. Diese sei nötig für die Lösung von Konflikten wie um die Nutzung der Atomkraft und um Großbauprojekte, so beim Bahnhofsumbau “Stuttgart 21″ oder der Erweiterung des Frankfurter Flughafens. Werte wie die bürgerlichen Freiheiten und die Sozialstaatsidee dürften nicht in Mitleidenschaft gezogen werden.
Der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich legte die christliche Jahreslosung 2011 aus dem Römerbrief aus. Diese lautet: “Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem” (Römer 12, 21). “Nicht immer fällt es leicht, sich so zu verhalten”, erklärte Friedrich. Christen könnten jedoch darauf vertrauen, dass sie die nötige Kraft und auch den Mut bekommen, Böses mit Gutem zu überwinden, wenn sie Gott darum bitten: “Jesus hat es uns vorgelebt. Er hat die gesegnet, die ihm Böses wollten. Wenn wir uns an ihn halten, dann hat das Böse keine Chance in der Welt.”
Die vollständige Botschaft finden Sie auf den Internetseiten der EKD hier.
eingestellt von Mathias Burbach am 1. Januar 2011
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„Es kann nicht Gott zum Vater haben, wer die Kirche nicht zur Mutter hat”, sagte einst Bischof Cyprian, ein großer Lehrer der Alten Kirche im dritten Jahrhundert. Damit meinte er, dass nur derjenige wirklich Christ sein könne, der sich ohne Wenn und Aber der Lehre und Moral der Kirche unterwerfe.
Schon hundert Jahre vor Cyprian prägte der römische Kirchenvater Tertullian den Satz: Extra ecclesiam nulla salus – zu Deutsch: Außerhalb der Kirche gibt es kein Heil. Dieser Satz erscheint vielen Menschen heute nicht nur alt, sondern auch altmodisch, denn sie sind genau vom Gegenteil überzeugt.
Der Anspruch der Kirche, verbindlich zu bestimmen, was zu glauben ist, blieb jahrhundertelang gültig. Sie bestimmte, was „immer, überall und von allen” zu glauben war (so Vinzenz von Lerinum, um 450).
Dann beförderte die Renaissance im Abendland eine neue Sicht der Dinge. Das Individuum erfuhr eine ungeahnte Aufwertung, und aus dem Schoß der Kirche kroch ein Augustinermönch namens Martin Luther.
Den vollständigen Artikel von Reinhard Mawick finden Sie auf den Internetseiten des evangelischen Online Magazins chrismon.de hier.
eingestellt von Mathias Burbach am 29. Dezember 2010
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