
Ich wünsch dir einen Engel, der dich auffängt, wenn Du Dich traurig fühlst;
der dich an die Hand nimmt, wenn du Gefahr läufst dich zu verlieren;
der die Mut macht, wenn du zu zerbrechen drohst, der die zuhört, wenn deine Seele schreit;
der dich trägt, bevor der Abgrund dich in die Tiefe reißt;
der für dich da ist, wann immer du ihn brauchst.
Mit freundlicher Gemehmigung von Beate F. (www.seelenfarben.de)
eingestellt von Dietrich Rehnert am 3. September 2010
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Kürzlich entdeckte ich an einem Freitagabend eine Totalblockade meiner Hauptabflussleitung. Am Sonnabendmorgen rief ich unseren deutschen Klempner an, der auch die Toiletten auf dem Kirchengelände in Chester Hill eingebaut hat. Er sagte sein Kommen für den Nachmittag zu, musste diesen Termin wegen Problemen am Fahrzeug aber auf den Sonntagmorgen um 9:30 Uhr verschieben . Da sei ich unterwegs zum Gottesdienst, sagte ich ihm; ich könne aber auch daheimbleiben. Seine sofortige Antwort:
“Nein, Gott ist wichtiger”
Er kam dann in der Mittagszeit und beseitigte fachgerecht das benannte Problem. Sein knapper Satz wird mir in Erinnerung sein, wenn es wieder einmal eine vergleichbare Situation ganz anderer Art geben sollte.
eingestellt von Dietrich Rehnert am 27. August 2010
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Am Tage der Anreise unserer neuen Pastorin Daniela Konrädi und ihrer Tochter Teje fand ich diesen Text auf dem täglichen Abreisskalender:
“Alle Menschen sind vor Gott gleich, und es ist unwichtig, in welcher Sprache wir Gott anbeten: allen Menschen muss Frieden geschenkt werden, und der Traum muss in Erfüllung gehen, dass statt Mauern Brücken zueinander gebaut werden.”
In dem kurzen Text stecken mehrere Themen, doch ich will mich auf das Brückenbauen konzentrieren. Eine Pastorin kommt mit ihrer Tochter zu uns, geplant sind sechs Jahre einer vor allem geistlichen Gemeinschaft. Daniela und Teje kennen uns nicht, wir kennen sie nicht. Ein gesegnetes Miteinander wird nur gelingen können mit dem Segen Gottes und unseren vielfältigen beiderseitigen persönlichen Bemühungen. Dazu ist jede Geste, jedes gute Wort, jede hilfreiche Tat willkommen zum gelingenden Brückenbauen.
Mit dieser persönlichen Bereitschaft dürfen wir um Gottes begleitende Führung bitten.
eingestellt von Dietrich Rehnert am 20. August 2010
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Eine gute katholische Freundin, die mit viel Interesse unsere Kirchlichen Nachrichten und dieses Internetportal verfolgt, wies mich kürzlich auf eine wichtige Tatsache hin: in einem Bericht über den Pfingstgottesdienst in Allambie hatte ich einen Gebäudeteil dort mit “Block” bezeichnet. Für sie hatte das schlimme Assoziationen an das Dritte Reich und die DDR.
Ich hatte 1957 ein Buch gelesen unter dem Titel “Das Wörterbuch des Unmenschen”, in dem die Sprache des Dritten Reiches in zahlreichen Einzelbeiträgen kritisch untersucht worden war.
Auch heute wird Sprache absichtsvoll zum Vertuschen benutzt. Das geht vom idiotischen “friendly fire” (wenn Soldaten von den eigenen Leuten um’s Leben gebracht werden) bis zu “collateral damage”, wenn bei einem militärischen Einsatz völlig unnötigerweise zahlreiche unbeteiligte Zivilisten getötet werden. “Block” ist sicher nicht das gravierendste Beispiel, doch es hat mich erinnert an die Notwendigkeit eines sensiblen Umgangs mit unserer Sprache.
Der Herausgeber des erwähnten Buches war Dolf Sternberger. Er hieß eigentlich Adolf, doch nach Hitler strich er den ersten Buchstaben seines Namens.
eingestellt von Dietrich Rehnert am 13. August 2010
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Ich habe in diesen Tagen Aufzeichnungen des “Stückeschreibers” Bertolt Brecht, so bezeichnete er sich selbst, aus der Zeit des Exils während des Zweiten Weltkrieges gelesen. Ein Satz beginnt so:
“Gross ist, wer die Erde zum Blühen bringt”…
Ein poetisch ansprechender Satzanfang, unter dem wir uns viel Schönes in der Natur vorstellen können. Der Satz geht dann so weiter:
… und wer ihr Narben zu erzeugen vermag.”
Letztere nennt er dann “subalterne Schurken”. In einem einzigen Satz wird deutlich, dass beide Dinge in uns allen angelegt sind: die Gabe zum Guten und die Gabe zum Bösen. Wenn uns die Botschaft der Liebe in der Gestalt des Evangeliums auf den Weg des Guten führt, hat sie einen guten Dienst nicht nur an uns persönlich getan, sondern unserem gesamten Lebensumfeld. Wenn uns die Kraft des Heiligen Geistes zur Überwindung des Bösen in uns hilft, ebenso.
Um diese Kraft dürfen wir Gott jeden Tag bitten, für uns selbst und durch uns für andere Menschen.
eingestellt von Dietrich Rehnert am 6. August 2010
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Ich teile manche Erfahrungen mit den meisten älteren Menschen. Eine davon ist, dass die Welt kleiner wird und die Möglichkeiten des Lebens weniger werden. Dem steht ein grösseres Bewusstwerden eines wahren Schatzes gegenüber, dem der vielfältigen Erinnerungen. Zu meinen Erinnerungen gehört dieses Gedicht:
Mich reut kein Tag, den ich in Tal und Hügeln
durch Gottes schöne Welt geschwärmt.
Im Sturm umbraust von seiner Allmacht Flügeln,
im Sonnenschein von seiner Gunst durchwärmt.
War’s auch kein Gottesdienst im Kirchenstuhle,
war’s auch kein Tagewerk im Joch der Pflicht:
auch in der Schöpfung hält die Allmacht Schule:
Es reut mich nicht!
Hier erlebt jemand die Natur bewusst als eine Gabe des Schöpfers voller Freude . Er erinnert uns, dass Gott nicht nur im Gottesdienst erfahrbar ist, sondern die Dankbarkeit für die Schöpfung hinzugehört, was die Bedeutung des Feiern des Gottesdienstes in einer Gemeinde nicht vermindert.
Unser Schatz von Erinnerungen wird grösser, wenn wir ihn mit anderen Menschen teilen.
eingestellt von Dietrich Rehnert am 30. Juli 2010
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Ein Wort, ein Satz, irgendwann, irgendwo, können uns zu neuem Nachdenken bewegen. Mir ging es so in einer Sendung von Radio National. Da fiel der folgende Satz:
“We have a big tradition of heroism in Australia”
Heldentum als Tradition? stellte sich mir als erste Frage. Kann das, soll das ein Element nationaler Identität sein oder werden? Dann kam eine Assoziation zu jenem Satz aus dem Dritten Reich mit dem eine gewollte Weichenstellung auch zum Heroismus geschehen sollte. Er lautete damals:
“Du bist nichts, dein Volk ist alles”
Der völkischen Ideologie in der spezifischen Gestalt der Rassenideologie des Ariertums sollte der Weg bereitet werden. Er führte in furchtbare Verbrechen. Heroismus als eine gewollte und stolze nationale Identität stößt deshalb bei mir auf grosse Skepsis. Damit soll kein individueller Akt heroischen Verhaltens abgewertet werden. Vielleicht helfen mir ja Leser des “Wort zum Alltag” bei diesem schwierigen Thema weiter.
eingestellt von Dietrich Rehnert am 23. Juli 2010
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Im Bereich der Northern Beaches erscheint an fünf Tagen in der Woche die kostenlose Verteilzeitung “Manly Daily”. In diesen Tagen hatte sie eine Titelgeschichte, die viele Menschen sehr konkret angerührt haben muß. Ein kleines Mädchen hatte ein sehr schmerzhaftes Ohrenleiden. Der Eingriff im staatlichen Krankenhaus würde wegen der langen Warteliste erst in etlichen Monaten möglich sein. Bis dahin immer wieder Schmerzmittel, die mal wirkten, mal auch nicht. Für eine private Operation fehlten den Eltern die Mittel von ca. $ 3.000.– . Noch am Tag des Erscheinens des Artikels liefen bei der Zeitung Spendenzusagen in Höhe von $ 10.000.– ein. Nun gibt es schon in diesem Monat den dringend notwendigen Eingriff.
Ich habe die Geschichte mit “Hoffnung” überschrieben. Ja, das ist beim Lesen in mir vorgegangen angesichts all der entsetzlichen Nachrichten, die täglich auf uns einströmen. Bei der nächsten ähnlichen Geschichte werde ich mit von der Partie sein: dann nicht nur als Leser, sondern als Mithelfender.
eingestellt von Dietrich Rehnert am 16. Juli 2010
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